MENUMENU

Island – es geht auch günstig!

von Mehr Valerie Bold Produkt- und Projektmanager

22 Februar 2018

Island hat den Ruf ein teures Reiseland zu sein. Ich selbst hatte mir vor meiner Reise im Juni 2017 einige Gedanken um mein „Taschengeld“ gemacht. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich vor Ort nicht viel Geld ausgegeben habe und es sich lohnt, sich ein paar Dinge bewusst zu machen.

Island ist ein Land voller Natur – und die ist komplett kostenlos! Es gibt so viele Nationalparks, Wasserfälle, Gletscherseen, Geysire und das alles können Sie einfach so besuchen: Keine Eintrittsgebühren, selten Parkplatzgebühren, nur die Toiletten müssen Sie hin und wieder doch zahlen.

Island-Dyrholaey

Fotostopp bei perfektem Wetter – in Dyrholaey an Islands Südküste

Island-Lavafelder

Rund um den Myvatn See liegen faszinierende Lavafelder und erloschene Vulkane, die man ganz ohne Eintrittsgebühren besuchen kann. Hier sind wir gerade unterwegs im Krafla-Gebiet

Wir wollten sehr gerne die Papageientaucher sehen und haben daher auch die Bootstour zur Papageientaucherinsel in den Ostfjorden unternommen! Mit Erfolg und dank des erfahrenen Guides haben wir viel über die Vögel gelernt. Ganz auf geführte Touren sollte man daher nicht verzichten. Für mich überraschend, hatten wir während unserer weiteren Reise noch zweimal Gelegenheit, die Papageientaucher aus nächster Nähe zu beobachten – ohne Tour und weitere Kosten. Die eine Begegnung mit den bunten Vögeln hatten wir im Nordosten bei Borgarfjördur Eystri. Eigentlich stand der Ort gar nicht auf unserem Plan, aber als wir gelesen haben, dass man dort die „Lundis“ sehen kann, sind wir einfach einen kleinen Schlenker gefahren. Individuell mit dem Mietwagen unterwegs zu sein, hat sich also mal wieder voll bewährt. Denn als wir dort ankamen waren auf der kleinen Halbinsel hunderte Papageientaucher – ganz toll! Leider hat es an diesem Tag ziemlich geregnet. Ein paar Tage später sind wir in die Westfjorde gefahren. Und auch hier haben wir am Morgen die Papageientaucher an den Klippen von Latrabjarg wieder beobachten können: Stundenlang, ganz nah, in aller Ruhe. Uns hat es so gut gefallen, dass wir am Abend noch einmal zu den Klippen gefahren sind und bestimmt weitere zwei Stunden im Gras gelegen und den Tieren zugeschaut haben.

Island-Latrabjarg

Zu den Klippen von Latrabjarg sind wir sogar zweimal gefahren

Island-Lundis

In Ruhe konnten wir aus nächster Nähe die Lundis beobachten

Was eine Islandreise schnell teuer machen kann, sind die Ausgaben fürs Essen. Wenn man ins Restaurant essen geht, muss man auch mal 20-35 € für ein Hauptgericht pro Person hinlegen. Das muss ja nicht (immer) sein. Mein Freund und ich haben schon zuhause Campinggeschirr eingepackt und auch einige Snacks eingekauft. Das nächste Mal würden wir auch die Thermoskanne einpacken, denn in vielen Hotels bekommt man heißes Wasser und kann sich so unterwegs auch einen Tee oder eine Tassensuppe zubereiten. Oft haben wir uns mittags einfach ein schönes Plätzchen in Islands wundervoller Natur gesucht und dort unser Picknick genossen. Das war nicht nur preiswerter, sondern hat uns auch mehr Spaß gemacht als ein Restaurantbesuch.

In Island kann man in jedem größeren Ort einkaufen. Besonders günstig ist die Kette Bonus – passenderweise mit einem dicken Sparschwein im Logo. Nicht überall gibt es Filialen davon; aber auch andere Supermärkte sind bezahlbar. Wenn Sie zusätzlich noch etwas auf die Auswahl Ihrer Produkte achten, können Sie wirklich Geld sparen. Lokale Äpfel und Gemüsegurken statt teuer importierte Lebensmittel. Brot ist aber tatsächlich etwa dreimal so teuer wie bei uns.

Island-Mietwagen

Mit unserem Mietwagen konnten wir uns immer die besten Picknick-Spots suchen

Island-Fischsuppe

Einmal richtig Fischsuppe essen sollte aber nicht fehlen. Wir können dafür das kleine Gamla Rif Café auf der Snaefellsnes Halbinsel empfehlen

Vor unserer Reise habe ich mir ehrlich gesagt zwar Gedanken um das Wetter, aber nicht um die Tageszeiten gemacht. Im Mai und Juni sind die Tage schon extrem lang – es wird gar nicht dunkel. Und das bedeutet, dass man auch am Abend noch unterwegs sein und sich was anschauen kann. Wir konnten sozusagen mehr aus unseren Tagen rausholen. Wenn ich da an das ein oder andere Reiseziel in Asien oder Afrika denke, wenn es früh dunkel wird und der Tag entsprechend kurz ist, da hat man einfach weniger vom Tag. Natürlich sollte man das Programm nicht übertreiben, sonst kann es doch zu anstrengend werden.

Bei einer Islandreise hat man die Wahl in einem Hotel mit Gemeinschafts- oder privatem Bad zu schlafen. Wir haben uns aus Kostengründen für die Hotels mit Gemeinschaftsbad entschieden. In meiner Vorstellung waren das einfache Unterkünfte ohne besonderen Charme. Umso mehr war ich überrascht, in welch tollen Hotels wir letztendlich geschlafen haben. Das Hotel in Akureyri liegt idyllisch am Fjord, ist liebevoll eingerichtet, die Zimmer sind komfortabel und das Frühstücksbüffet wie in allen Hotels üppig und vielfältig – zum Sattessen! Ja, es gab ein Gemeinschaftsbad – aber super komfortabel und sauber, warten musste ich nie. Die Unterkunft auf Snaefellsnes hat mir sogar noch besser gefallen. Das B&B lag direkt am Wasser, die Gastgeber waren so herzlich und die Atmosphäre richtig familiär. Da wäre ich gerne länger geblieben!

Island-Snaefellsnes

Unsere Unterkunft auf Snaefellsnes

Island-Akureyri

Blick in unser liebevoll eingerichtetes Zimmer im Hotel in Akureyri

Übrigens bin ich froh, dass wir nicht gezeltet haben. Da es teilweise auch in den Sommermonaten kalt ist und es gerne mal regnet, ist mir das ehrlich gesagt einfach ein bisschen unbequem.

Am Ende hatten wir jedenfalls noch so viel Geld über, dass wir ganz beruhigt waren, das Geld am Flughafen von Keflavik wieder umtauschen zu können, selbst mitten in der Nacht.

Wenn auch Sie Interesse an einer Island Reise haben, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine und Rundreisen an.


Schlagwörter:

Bislang kein Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp