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Nepal Reisespezialist Mark im Interview

von Mehr Mark Aserian Supervisor, Reisespezialist

14 September 2013


Individuelles Reisen begann für Mark schon sehr früh. Bereits mit 3 Jahren hat er seine Eltern auf einer Mietwagentour durch die Türkei begleitet. Unterwegs haben sie in kleinen, landestypischen Hotels übernachtet. Seither interessiert Nepal Reisespezialist Mark sich für die Kulturen und Lebensweisen in fremden Ländern. Seine erste Indienreise hat in ihm die Vorliebe für asiatische Länder entflammt, sodass es kein Wunder ist, dass Nepal ihn ebenfalls in seinen Bann gezogen hat. Auf seinen Reisen legt er am meisten Wert darauf, Kontakt zu den Einheimischen zu haben und die verschiedenen Traditionen und Bräuche kennenzulernen.

Bist du auf Reisen eher der frühe Vogel oder die Nachteule?
Sowohl als auch. Auf Reisen bin ich morgens gerne früh wach, um möglichst viel vom Land zu sehen. Gerne erkunde ich aber auch das Nachtleben. Ich finde, so lernt man den wahren Alltag eines Ortes kennen. Zuhause ist es dann auch gern mal anders herum.

Tempel in Bhaktapur

Die kleinste Königsstadt im Tal…

Deine Top 3 Orte weltweit sind?
Bhaktapur, Kathmandutal (Nepal): Die kleinste der drei Königsstädte im Kathmandu-Tal hat mich sehr fasziniert. Es scheint, als hätte die Zeit hier stillgestanden. Die schmalen Gassen laden zum Spazieren ein und man fühlt sich wie ins Mittelalter versetzt, wenn man durch die Straßen läuft. Auf dem Königsplatz steht dann das Highlight: der dreißig Meter hohe Nyatapola-Tempel, der größte Tempel Nepals mit seinen fünf Beschützer-Statuen auf jeder Seite. Wow!
Patara, lykische Küste (Türkei): Sozusagen meine zweite Heimat: Bereits mit 2 Jahren war ich das erste Mal hier. Viel mitbekommen habe ich damals bestimmt nicht, aber über die Jahre wuchs meine Verbundenheit mit diesem Ort. Aus diesem Grund zieht es mich fast jedes Jahr dorthin, sollte ich es einmal nicht schaffen – dann aber immer im nächsten Jahr. Man sagt, es handelt sich um „den schönsten Strand der Türkei“ – ich stimme zu, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Einer der längsten ist es auf jeden Fall und das Sprichwort in Patara lautet: „Wer als Gast kommt, geht als Freund.“ Ein wunderbarer Ort zum Entspannen.
Key West, Florida (USA): Mit 14 Jahren hat mich mein Onkel mit auf eine USA Reise nach Florida genommen. Für mich war dies ein Eintauchen in eine andere Welt. Allein die Tatsache, dass man nachts noch im Supermarkt einkaufen kann, hat mich damals begeistert. Wir haben auch einen Ausflug nach Key West über die Seven Miles Bridge gemacht. Die gemütliche Altstadt und die Aussicht sind wunderbar und der schneeweiße Strand in Key West ist der schönste den ich je gesehen habe. Auch der Besuch des „Southernmost Point“ gehört dazu. Dies ist der südlichste Punkt der kontinentalen USA – von hier ist man nur noch 90 Meilen von Kuba entfernt.

 

Sonnenuntergang im Chitwan Nationalpark

Sonnenuntergang im Chitwan Nationalpark

Schönste Unterkunft?
Die Unterbringung ist für mich während meiner Reisen Nebensache, denn meist bin ich tagsüber unterwegs und komme nur zum Schlafen im Hotel. Lediglich sauber sollte es sein. Es macht mir auch nichts aus in einfachen Unterkünften zu übernachten. Wenn man sich den Tag über verausgabt hat, dann ist es abends doch umso schöner, wenn man nach einer anstrengenden Wanderung in seine Trekking-Lodge einkehren und sich einfach ins Bett fallen lassen kann. Ganz ohne Extras. Eine der schönsten Unterkunft auf meinen Reisen bisher ist eine Lodge im Chitwan National Park. Die Lodge lag direkt am Rande des Parks und zum Einschlafen konnte man der geheimnisvollen Geräuschkulisse des Dschungels lauschen.

Wo gab es das beste Essen? Hast du einen kulinarischen Höhepunkt erlebt?
Für mich definitiv in Indien! Hier hat es mir die Vielfalt der Gewürze wirklich angetan. Angefangen beim berühmten „Tandoori Chicken“, welches in einem Tandoor (das ist ein indischer Backofen aus Lehm, der über heißer Kohle erhitzt wird) zubereitet wird bis hin zu Dosa. Bei Dosa handelt es sich um eine Art dünnen, knusprigen Pfannkuchen, der auf einer runden gusseisernen Platte zubereitet wird. Er besteht aus Reis und Bohnenmehl. Wirklich sehr lecker. Am liebsten habe ich auch Sachen aus verschiedenen Garküchen an der Straßenecke probiert. Hier gibt es oft Geheimtipps, wie z.B. Samosa – die kleinen Teigtaschen, die mit verschiedenen Zutaten gefüllt werden.

Poon Hill Gipfel

Erinnerungsfoto auf 3210m Höhe

Gab es ein Erlebnis, dass deine Erwartungen übertroffen hat?
Das fünftägige Trekking zum Poon Hill im Annapurna-Gebirge in Nepal war im wahrsten Sinne des Wortes atem(be)raubend. Am dritten Tag des Trekkings sind wir bereits um 4:45 Uhr aufgestanden, um den letzten Anstieg zum Ziel (wobei unser erfahrener & rücksichtsvoller Guide immer betonte, dass der Weg das Ziel sei) am 3210m hochgelegenen Poon Hill zu bewältigen. Obwohl am Aussichtspunkt des Poon Hills viele andere Trekker unterwegs waren, fühlte man sich trotzdem ganz ungestört. Und wenn das Spektakel des Sonnenaufgangs dann beginnt, sind sowieso alle mit Ihrer Kamera beschäftigt. Die Sonne färbt die weißen Gipfel des Annapurna-Gebirges und des Dhaulagiri tief orange. Bei dieser mystischen Atmosphäre bekommt man richtig Gänsehaut.

Wohin geht deine nächste Reise?
Meine nächste Reise geht in die Türkei und wieder an die lykische Küste. Hier wandern wir und besichtigen alte Steingräber. Natürlich gehört aber auch Entspannung am schönen Strand von Patara zum Urlaub
Meine nächste große Reise führt mich dann wieder nach Indien. Diesmal aber in einen anderen Teil des Landes. Während ich auf meiner ersten Indienreise das „goldene Dreieck“ zwischen Delhi, Agra & Jaipur besucht habe, möchte ich diesmal unbedingt die heilige Stadt Varanasi besichtigen und das bunte Treiben an den Ghats am Ganges beobachten. Von hier reise ich weiter nach Mumbai. Diese Stadt hat mich auf meiner letzten Indienreise sehr beeindruckt. Zum Abschluss möchte ich noch einen Abstecher in den Süden machen, um Goa, Bangalore & Cochin zu besuchen – eine ganz andere Region Indiens.

 


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