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Interview mit Kenia Reisespezialistin Saskia

23 September 2013

Wann mich die Reisebegeisterung gepackt hat? Mit etwa 14 Jahren wollte ich unbedingt von zu Hause weg. Ich informierte mich zuerst ohne das Wissen meiner Eltern über die Möglichkeit und den Ablauf eines Schüleraustauschprogramms. Schnell wurde mir bewusst, dass dies genau das Richtige für mich ist. Meine Eltern waren zwar zuerst total überrascht und erstaunt, haben mich jedoch von Anfang an unterstützt und so bewarb ich mich für ein Austauschjahr in den USA.

Reisespezialistin Saskia in Kenia

Reisespezialistin Saskia in Kenia

Recht schnell nach der Anmeldung merkte ich jedoch, dass dies nicht das richtige Land für mich ist und so verbrachte ich ein Jahr in Südafrika. Als ich erfuhr, dass ich ein Jahr in Johannesburg verbringe, war ich zuerst nicht sehr begeistert, da sie als eine der gefährlichsten Städte der Welt gilt. Letztlich war es jedoch das Beste was ich in dem Alter machen konnte. Ich habe dort den Spaß am Reisen und an fremden Ländern entdeckt und somit wurde auch mein Berufswunsch schnell klar. Im Tourismus zu arbeiten bietet mir die Möglichkeit meine Leidenschaft jeden Tag auszuüben und dabei viel von der Welt zu sehen und kennen zu lernen.

Bevorzugst du das Meer oder die Berge?
Da meine Mutter gebürtig aus Österreich stammt, bin ich als Kind jedes Jahr in den Bergen gewesen und dadurch sehr geprägt. Ich mache lieber Urlaub in den Bergen, da die Möglichkeiten für Aktivitäten sehr groß sind. Der Ausblick wenn man auf einem Gipfel steht, ist zudem immer wieder ergreifend. Für kurze Reisen und um etwas Sonne zu tanken fahre ich jedoch zwischendurch auch gerne mal ans Meer.

 

Was sind deine Top 3 Reiseziele?
Kenia – Safari at its best!
Ecuador – Drei verschiedene Landschaftsformen (Regenwald, Hochgebirge und Strand) in einem kleinen Land
Südafrika – nicht umsonst Regenbogennation genannt

Elefantenherde im Tsavo West

Elefantenherde im Tsavo West

Welches war die schönste Unterkunft in der du jemals übernachtet hast?
Es gab schon einige schöne Unterkünfte, wo ich am liebsten nie mehr weggegangen wäre. Ob ein Camp auf einem Hügel mit weitem Ausblick über den Krüger Nationalpark, eine Lodge mitten im Regenwald in Ecuador oder eine komfortable Berghütte mitten in den Alpen. Allerdings gibt es Lodges in Ostafrika, die vor allem durch Ihre Lage oder den Ausblick einfach unbeschreiblich schön sind. Im Sommer 2012 habe ich unsere neuen Reisebausteine ab Mombasa ausprobiert und dabei auch den Safaribaustein „Elefanten vor dem weißen Gipfel“ gemacht. Die Unterkunft im Tsavo West lag an einem Hang mit einem tollen Ausblick auf den ohnehin landschaftlich sehr reizvollen Nationalpark. Das Restaurant hatte eine große offene Front, jedoch keine Glasscheiben, wodurch man einen freien Blick auf das unter einem liegende Gebiet hatte. Vor der Lodge, am Fuße des Hangs, ist ein Wasserloch, an dem sich sehr viele Elefanten und gelegentlich auch andere Tiere zum baden und trinken versammeln. Als es dunkel wurde, ging für ein paar Stunden ein Licht am Wasserloch an, sodass man die Tiere in aller Ruhe aus sicherer Entfernung beobachten konnte. Die nächste Lodge lag auf einem Hügel im Lumo Wildlife Sanctuary, von der aus man einen weiten Blick über die ringsum flache Landschaft hatte. Die Lodge war aus natürlichen Materialien in den Hügel reingebaut. Das Essen konnte man draußen auf der Terrasse einnehmen und dabei brannten viele Fackeln und die Mitarbeiter stellten kleine Tonöfen für die Füße auf. Safariunterkünfte, die mitten in der Natur an einem schönen Ort liegen oder in einer besonderen Weise erbaut wurden, sind für mich die beste Art der Übernachtung.

In welchem Land gab es das beste Essen?
Österreich hat für mich das beste Essen. Es geht nichts über Kasnudeln, Kaiserschmarren oder Marillenknödel. Allerdings hat jedes Land seine eigenen Spezialitäten auf die man sich während einer Reise freut. Überall gibt es leckere Gerichte: Samosas (frittierte und gefüllte Teigtaschen) oder Nyama Chomas (gegrilltes Fleisch) in Kenia, Pap (Maisbrei), Bobotie (Art Hackbraten mit Rosinen und Ei) oder Chakalaka (Beilage aus Paprika, Karotten, Blumenkoh, Zwiebeln, Chili und Curry) in Südafrika, Empanadas (gebackene Teigtaschen) oder Humitas (Maisbrei in Bananblättern) in Ecuador, Pizza aus Italien oder Moussaka (Auflauf) aus Griechenland. In jedem Land findet man leckere Spezialitäten, die Schuld daran sind, dass die Waage nach dem Urlaub wieder ein paar Kilo mehr anzeigt.

Welches Land hat dich am herzlichsten empfangen?
Die Österreicher sind für mich eines der freundlichsten und herzlichsten Menschen, die ich kenne. Vor allem die ehrliche Herzlichkeit ist unübertroffen.
Vor kurzem war ich das erste Mal in Griechenland und war ebenso beeindruckt. Ich hatte etwas Bedenken ob die Griechen uns durch die Schuldenkrise nicht eher unfreundlich begegnen. Diese Befürchtung hat sich jedoch bei der Ankunft schon widerlegt, als uns zwei Tankstellenmitarbeiter geduldig den Weg zu unserem Hotel (auf der anderen Seite der Insel!) erklärten. Wir trafen in diesem Urlaub so viele nette und aufgeschlossene Menschen, die trotz sehr hoher Preise in den Supermärkten und der Krise im eigenen Land allem etwas Gutes abgewinnen konnten.

Leopard im Nationalpark Massai Mara

Leopard im Nationalpark Massai Mara

Welches war der schönste Nationalpark, den du besucht hast?
Vor allem in Afrika hängt der positive oder negative Eindruck über einen Nationalpark oftmals von den Tieren ab, die man gesehen hat. Mir hat daher die Massai Mara in Kenia bisher am besten gefallen. Wir haben 5 Tage in einem schönen Tented Camp am Rand des Parks verbracht und haben dabei sehr viele tolle Tierbeobachtungen machen können. Dort habe ich einen Leoparden gesehen und konnte zum Glück dieses tolle Foto machen. Unser Guide wusste alles über die Tiere Kenias und über sein Land zu berichten. Es war eine tolle Erfahrung, die ich gerne irgendwann noch einmal wiederholen möchte. Nächstes Jahr werde ich sicher unseren Baustein „So leben die Massai also…“ machen.
Welche Begegnung mit einem Tier hat dich am meisten beeindruckt?
Die interessantesten Begegnungen und Beobachtungen hatte ich bisher mit Löwen. Zweimal konnte ich schon Löwinnen auf ihrem Weg zur Jagd beobachten. Die Spannung, die dabei in der Luft lag war wirklich aufregend. Bei einer Frühpirsch im Amboseli sah ich Löwinnen mit sechs Kleinen, das Löwenmännchen fraß noch an der Beute und drum herum standen etwa zwanzig Hyänen, die darauf warteten von dem Gnu noch etwas abzubekommen. Die Geräusche der ungeduldigen Hyänen, die Löwenkinder, die die Hyänen jagten und anfauchten und die langsam aufgehende Sonne waren faszinierend. Nur eine Jagd fehlt mir noch, dies ist allerdings die Königsklasse der Tierbeobachtungen und sehr selten am hellichten Tag zu beobachten.

Welches Land/welchen Ort möchtest du auf jeden Fall noch sehen?
Da ich Tiger unheimlich toll finde, gäbe es nichts Besseres als einmal einen in „freier“ Wildbahn zu sehen. Daher würde ich gerne einmal nach Indien reisen, wo es zumindest noch ein paar Tiere in den Nationalparks und Wäldern gibt.

Wohin wirst du als nächstes reisen?
Im Herbst fliege ich für drei Wochen nach Neuseeland. Ich werde dabei die Nordinsel mit einem Mietwagen sowie einen Teil der Südinsel mit einem Campervan erkunden. Ich bin schon sehr aufgeregt und gespannt in das Land von „Herr der Ringe“ zu reisen und dieses abwechslungsreiche und einzigartige Land mit eigenen Augen zu sehen. Nächstes Jahr geht es dann aber sicher wieder nach Ostafrika.

Wenn auch Sie nach Kenia reisen möchten, schauen Sie sich gerne unsere Kombi-Reise Tansania-Kenia als Rundreise an.


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