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Geheimtipps für einen traumhaften Sonntag in Cuenca

von Mehr Annette Warncke Reisespezialistin

19 November 2018

Cuenca ist und bleibt unbestreitbar meine Lieblingsstadt in Ecuador. Ich habe viele schöne Erinnerungen an tolle Wochenenden, die mit einer typischen Feier am Samstag, z.B. in einer Salsa Bar, und erholsamem Ausschlafen am Sonntag beginnen. Oft werde ich darauf angesprochen, ob ein Sonntag in Cuenca nicht langweilig wäre. Ich denke dann an diese Zeit zurück und antworte mit einem entschiedenen „Nein“. Natürlich haben alle Geschäfte zu, aber wer fährt schon nach Ecuador, um einkaufen zu gehen?

Die Bewohner reisen am Wochenende meistens in die umliegenden Dörfer und besuchen ihre Familien in Gualaceo und Chordeleg. Süße Kleinstädte, in die sich ebenfalls ein Abstecher lohnt. All denjenigen, die es den Cuencanos gleich tun wollen, empfehle ich einen Ausflug in diese beiden Dörfer oder in den geheimnisvollen Cajas Nationalpark.

Ecuador Cuenca

Die Stadt Cuenca heißt mit vollem Namen „Santa Ana de los Cuatro Ríos de Cuenca“ und ein Spaziergang an einem der Flüsse lohnt sich besonders

Ich genieße die Ruhe, die sonntags in Cuenca einkehrt, jedes Mal vollkommen. Endlich mal Fotos von einem der vier berühmten Flüsse machen, von denen Cuenca seinen vollständigen Namen „Santa Ana de los Cuatro Ríos de Cuenca“ hat, ohne dass ich einem Jogger oder Radfahrer im Weg stehe. Endlich mal ein Straßengraffiti fotografieren, ohne dass es durch ein fahrendes Auto verdeckt wird. Endlich mal die Straße überqueren, ohne ewig warten zu müssen, weil ich mich bei den vielen vorbeifahrenden Autos nicht traue über den überflüssigen Zebrastreifen zu gehen. Und dann noch friedliche (und menschenleere) Plätze, auf denen nur ein paar Tauben und das Rascheln der Bäume zu hören sind. Daneben eine Indígena, die gerade aus der Kirche gekommen ist und sich auf den Treppenstufen niederlässt, um ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Diese kleinen Details, die sonst im Stadttrubel untergehen, sind es, die die Sonntage für mich so besonders machen.

Street-Art in Cuenca

Cuenca Street-Art

Überall gibt es interessante Street-Art

Einer meiner Lieblingsorte ist das Café San Sebas am „Plaza de San Sebastián“. Das Café wird von US Amerikanern geführt, die nach Cuenca ausgewandert sind. Sie bieten eine Fusionsküche aus amerikanischen und ecuadorianischen Gerichten. Nach einer langen Samstagnacht tut ein Brunch um die Mittagszeit mit Burgern und Andenkartoffelchips einfach gut. Es schmeckt so himmlisch, dass ich hier schon viele Sonntage verbracht habe. Im Anschluss laufe ich immer die wenigen Schritte zum Museo Municipal de Arte Moderno. Spenden sind dort willkommen, ein Eintrittsgeld wird aber nicht verlangt. In dem schönen kolonialen Gebäude gibt es viele wechselnde Kunstausstellungen und kleine Gärten. Zwischen Kunst und Hibiskusblüten lasse ich den alltäglichen Stadtrummel weit hinter mir.

Plaza de San Sebastian

Der ruhige Platz San Sebastián

Wer eine andere Oase der Ruhe sucht, ist im „Parque El Paraíso“ gut aufgehoben. Ich empfehle definitiv ein Taxi zu nehmen, da der Weg von der Altstadt doch recht weit ist. Oft bin ich in den Park gefahren und habe dort entspannt gepicknickt. Gehen Sie am Samstag auf einen der Märkte, z.B. den „Mercado 10 de Agosto“ in der Calle Larga, und decken Sie sich mit „oritos“ (den kleinen, süßen Bananen) und „frutillas“ (Erdbeeren) ein, die es in Ecuador eigentlich immer gibt. Vielleicht lockt Sie auch der Geruch von frisch gebackenem Bananenbrot aus einer der „panaderías“. Die Bäckereien verstehen zwar nichts von der Kunst leckere Brötchen oder vernünftiges Vollkornbrot zu backen, aber Bananenbrot und Schweineohren aus Blätterteig kann ich wärmstens empfehlen!

Bei dieser Auswahl an Früchten ist es schwer sich zu entscheiden – schmecken tun sie alle

Im „Parque El Paraíso“ gibt es viele kleine Wege, sodass Sie einen entspannten Spaziergang machen und sich prima an einem ruhigen Plätzchen entspannen können.
Für all diejenigen, die sich schon ihre Füße wund gelaufen haben und die Stadt schnell und komfortabel kennenlernen möchten, bietet sich auch eine Hop-On-Hop-Off Bustour an. Vom Dach des Doppeldeckerbuses haben Sie eine wunderbare Ausgangslage für tolle Fotos und besuchen auch abgelegene Orte wie den „Mirador Turi“. Abfahrt ist immer am Hauptplatz, dem „Parque Calderón“.

Kathedrale in Cuenca

Das beliebteste Postkartenmotiv – die neue Kathedrale

Aussicht am Mirador Turi

Über den Dächern meiner Lieblingsstadt am Mirador Turi

Ich freue mich jedenfalls schon auf meinen nächsten Sonntag in Cuenca!

Wenn auch Sie Interesse an einer Ecuador Reise haben und dabei Cuenca besuchen möchten, schauen Sie sich gerne unseren passenden Reisebaustein an.


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