Gawler Ranges Safari – Eine Tour vom Outback ans Meer

von Mehr Britta Henning Produktlerin, Reisespezialistin

27 April 2020

Unsere Produktmanagerin Britta reiste nach Australien, um dort eine spannende Region zu erkunden – den Bundesstaat South Australia mit dem Gawler Ranges Nationalpark. Was sie auf ihrer Reise in Down Under erlebte, wie sie das Outback mit einer Reise ans Meer verband und für sich Luxus definiert, erfahren Sie auf unserem Blog.

Was ist eigentlich Luxus?

Das definiert wahrscheinlich jeder für sich persönlich etwas anders.
Für den einen ist es die VIP Lounge, wenn der Lieblingsfußballverein spielt, das Meet & Greet mit Ed Sheeran oder die Kreuzfahrt mit Rund-um-die-Uhr Buffet.
Die ganz Bescheidenen unter uns bezeichnen einen Sonntag, an dem sie bis 9 Uhr ausschlafen als Luxus, oder wenn sie Samstags zum Italiener um die Ecke gehen. Allgemein lässt sich aber festhalten, dass Luxus auf jeden Fall immer etwas damit zu tun hat, dass man sich etwas gönnt oder etwas genießt, das nicht alltäglich ist. 

Barefoot-Luxury

Bei erlebe-fernreisen bieten wir keine Luxus-Reisen mit fünf Sterne Hotels usw. an, und ich stelle es mir auch gar nicht so einfach vor, Luxus über zwei bis drei Wochen durchweg aus ganzem Herzen genießen zu können.
Deshalb bin ich ein großer Fan davon, die Reise mit einzelnen Bausteinen zu ergänzen, die aus der Reihe tanzen. Und ich bin ein Fan von „barefoot luxury“ oder „sand in your toes luxury“.
Ich denke bei diesem Luxus an liebevoll arrangierte Canapees auf einer Sonnenterasse, lokale Spezialitäten, einen gut gekühlten Weißwein und Menschen, die Lust haben, sich zu begegnen und die gemeinsame Begeisterung für das Erlebte teilen. Gespräche, bei denen die Augen leuchten und die Herzen sich öffnen. So etwas gibt es und ich habe es bei meinen Reisen schon häufig erleben dürfen.

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Australien – Outback und Meer in vier Tagen

Etwas ganz Besonderes in dieser Hinsicht, ist der Baustein „Gawler Ranges – Outback und Meer“.
Australien im Kleinformat trifft es nicht, denn es fehlt eine tolle quirlige Metropole à la Sydney oder Melbourne, Sie wandern nicht durch den Regenwald, sehen keine Krokodile und machen auch keinen Power-Nap am Pazifik-Strand. Aber sonst ist alles dabei, was man sich nur wünschen und erträumen kann.

Sie starten in Port-Lincoln auf der Eyre Peninsula. Haben Sie schon einmal von den „Tuna Cowboys“ gehört? John Wayne würde sicher blass bei der Vorstellung, dass man seinen frisch gefangenen Thunfisch vor Haien verteidigt, indem man sich auf den Rücken des wild um sich schlagenden Fisches schwingt und auf die Haie einschlägt. Das ist zwar inzwischen Geschichte, aber eine gern erzählte und in Büchern dokumentierte.

Koalas…

Der nächste Stopp im Gawler Ranges Nationalpark ist friedlicher, am Rande einer Farm in einem Eukalyptuswäldchen haben Sie die Möglichkeit, Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Nicht etwa hoch in den Wipfeln, sondern fast auf Augenhöhe sitzen die Tiere gemütlich im Baum und kauen die faserigen Blätter. Das Gebiet wurde von den verheerenden Buschfeuern Anfang 2020  verschont, sodass die Population hier gesund und zahlreich ist.
Ich weiß nicht, welche Geschichte stimmt: Die, dass die Verdauung dieser harten Kost so anstrengend ist, dass ein Koala viel Ruhe braucht, oder die Variante, dass der Koala berauscht und ständig in einer Art Trance im Baum hängt.

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Emus, Kängurus, Papageien

Angekommen am Camp im Gawler Ranges Nationalpark lernen Sie ein paar allein erziehende Väter kennen, deren Alltag echt kein Zuckerschlecken ist.
Weibliche Emus wissen ihren Nachwuchs in guten Händen, äh…Klauen? Füßen? Na, jedenfalls machen sie sich schnell aus dem Staub, wenn die Kleinen auf der Welt sind. Die Emu-Papas sind somit auf sich gestellt.

Das Camp entdecken »

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Jetzt kommen Sie ins Spiel. Sie sitzen nämlich zum Sonnenuntergang vor Ihrem Luxus Safari Zelt, einem Traum, wie er in „Jenseits von Afrika“ nicht schöner auf die Leinwand gezaubert wurde.
Vor Ihren Augen entfaltet sich (um im Film-Thema zu bleiben) „die Wüste lebt“ in der Australien Variante. Die Emu-Väter bringen ihre Kleinen zur Tränke, die am Rand des Camps immer für durstige Kehlen gefüllt ist, später kommen die Kängurus, begleitet von bunten Papageien und manchmal sogar ganze Schwärme grüner Wellensittiche.
Und weil das alles nicht schon Erlebnis genug ist, geht die Sonne in einem pastellfarbenen Farb-Feuerwerk am Horizont unter. Sie probieren sich durch die lokalen Weinspezialitäten und genießen ein wunderschönes Dinner mit ihren Mitreisenden. Hände und Füße helfen, wo die Vokabeln fehlen und wenn die tiefschwarze Wüstennacht ein Sternbild nach dem anderen zum Vorschein bringt, baut Ihr Gastgeber ein Teleskop auf.
Je nach Jahreszeit können Sie überprüfen, ob auf dem Mond noch immer niemand wohnt oder die Ringe des Saturn nachzählen. Man kann sogar ganz witzige Fotos mit dem Smartphone durch das Teleskop machen.
Schlafen Sie in Ihrem „Millionen Sterne Hotel“ und freuen Sie sich auf das Abenteuer am nächsten Tag.

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Bizarre Salzseen

Die Fahrt im Geländewagen geht durch die typische Outback-Steppe und Sie sehen viele Wildtiere, bis sich vor Ihnen eine gleißend weiße, endlos glitzernde bizarre Landschaft aufmacht. Schnee und Eis? Es handelt sich um eine Salzwüste, aber der Verstand möchte das gar nicht glauben.

Da wo das Auge nicht mehr ausreicht, spiegelt einem die Sonne zusammen mit dem verwirrten Hirn Gebilde vor, die ganz nah aussehen: Bäume, eine Stadt oder die andere „Uferseite“. Es war gut, dass wir einen Guide dabeihatten, der mich davon abgehalten hat, da „mal eben“ hinzugehen. In Wirklichkeit waren es mehrere hundert Kilometer zur anderen Seite des Salzsees.

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Auf dem Rückweg durchs Outback sehen Sie ein paar verlassene Gebäude. Hier hatte jemand sein Glück als Farmer versucht, aber es ist zu unsicher, dass Regenfälle die Bäche füllen und die Wüste bewohnbar machen. Das Leben auf dieser Farm muss unglaublich hart und einsam gewesen sein und das Scheitern grausam. Auf dem Rest des Weges haben uns dann aber die großen Känguru Herden erfolgreich abgelenkt und rechtzeitig für das abendliche Spektakel an der Wasserstelle waren wir gut gelaunt zurück am Camp.

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Vom Gawler Ranges Nationalpark ans Meer

Der letzte Tag führte uns über die Küste zurück ans Meer. Der Indische Ozean schillert grün-türkis und egal, ob es eigentlich „Winter“ war, an diesem Tag tauchten wir hinein. Zum Glück hielten drei Schichten hochwertigen Neoprens uns warm, während wir die Delfine und Seelöwen besuchten.
Sie fragen sich, ob das zu unserer Tierschutzrichtlinie passt? Das kann ich aus vollem Herzen mit „Ja“ antworten. Die Delfine kommen gerne zum Boot, um mit der Bugwelle um die Wette zu schwimmen. Ein wirklicher Kontakt zwischen Schwimmer und Delfin kommt nicht zu Stande. Bei den Seelöwen ist das anders. Besonders die Jungtiere sind neugierig, was das für unbeholfene Wesen im Wasser sind. Man fühlt sich direkt herausgefordert, auch eine Rolle oder eine Drehung zu versuchen, wenn die kleinen Kobolde vorbei schwimmen. Wie elegant der menschliche Versuch dann aussieht, spiegelt der verwunderte Blick der Tiere. Die älteren Seelöwen halten sich eher zurück oder untersuchen am Meeresgrund den Anker des Bootes. Zu keiner Zeit wird ein Tier festgehalten, gestreichelt, gefüttert oder sonst wie zum Bleiben animiert. Die Crew des Bootes wacht auch mit Argusaugen darüber, dass sich alle Gäste an die Spielregeln halten. Es sind einfach unbeschreibliche Glücksgefühle gewesen, die mich den Rest des Tages begleitet haben, auch noch als ich längst verträumt im Flugzeug saß und die kleine Propeller-Maschine uns wieder zurück nach Adelaide brachte.

Gawler Ranges Nationalpark-Unterwasserwelt

Ich hatte wieder einmal eine traumhafte Zeit in Australien. Der Gawler Ranges Nationalpark ist definitiv eine Reise wert und ein besonderer Teil dieses vielfältigen Landes. Gerne unterstützen unsere erfahrenen Reisespezialisten Sie bei der Planung Ihrer Australienreise!

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