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Ganz klein im großen Neuseeland

von Mehr Verena Huhn Produkt- und Projektmanager

19 Januar 2017

Im Dezember 2015 begannen wir – meine Schwester und ich – mit der Planung unserer Reise nach Neuseeland. Diese sollte im November 2016 stattfinden und somit hatten wir genügend Zeit uns in aller Ruhe auf das Erlebnis Neuseeland vorzubereiten. Zu Beginn der Planung dachten wir, es wird eine „Einmal-im-Leben“-Reise werden. Und absolut einzigartig war sie auch – aber bestimmt nicht einmalig in dem Sinn, wie wir dachten.

Unterwegs am Waitakere Ranges Strand

Unterwegs am Waitakere Ranges Strand

Uns wurde nämlich schon während der Reise klar, dass wir wiederkommen werden – um die Ecken zu erkunden, die wir auf unserer 5-wöchigen Reise nicht erlebt haben – oder um die Dinge zu machen, die wir eigentlich geplant hatten, aber aus verschiedenen Gründen dann noch nicht unternehmen konnten. Denn Neuseeland hielt die eine und andere Überraschung für uns bereit!

 

Dimension die erdet

Und nicht nur Überraschungen, sondern auch Erkenntnisse und Augen-öffnende-Erfahrungen. Wenn ihr wissen wollt, warum wir uns des Öfteren auf dieser Reise plötzlich ganz klein fühlten, dann lest weiter!

Die beeindruckende Kulisse des Franz Josef Gletscher

Die beeindruckende Kulisse des Franz Josef Gletscher

Bereits zu Beginn der Reise – genauer genommen in Auckland – ließen wir uns von einem Local in die Maori Kultur einführen. Craig erzählte uns ganz stolz, dass er 1/32 Maori und unheimlich stolz darauf ist! In der Kultur der Maori geht es nicht um einzelne Personen oder Schicksale, sondern immer um die gesamte Gemeinde und Familie. Es liegt auch an diesem Gemeinschaftsdenken, dass die Maori nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere denken und ihre Geschichten und Legenden teilen. Und auch Anhalter mitnehmen, denn die gehören ebenso zur Gemeinschaft. Unsere Erkenntnis: Alleine sind wir klein, gemeinsam sind wir groß und stark.

Bay of Islands

Bay of Islands

Bei einer Wakatour, also einer Kanutour in einem traditionellen Maori Boot, mit dem Maori Hone, führte er uns vor Augen mit welcher Sorgfalt die Götter die Welt mit Luft, Wasser, Feuer und Erde erschufen. Wir schaukelten leicht auf dem Wasser, während die Sonne unsere Gesichter wärmte und eine leichte Brise um uns wehte. Wir könnten ohne diese Elemente nicht überleben – die Welt hätte ohne uns Menschen allerdings keine Probleme zu existieren. Im Gegensatz zu unserer großartigen Erde sind wir nur kleine Besucher!

Begegnung mit Maori

Begegnung mit Maori

Wie das Empfinden von Groß und Klein aber auch bewusst verändert werden kann, haben wir in der Filmwelt von Herr der Ringe und Der Hobbit festgestellt. In Hobbiton, also dort wo die Szenen für die Filme gedreht wurden, wurden die Kulissen absichtlich so gebaut, dass die Hobbits winzig und der Zauberer Gandalf groß wirken. Es gibt also keine Hobbithöhlen, wo der Zauberer noch größer wirkt und große Hobbithöhlen, vor denen die Hobbits noch kleiner wirken. Je nachdem, wo wir also entlang liefen, fühlten wir uns groß – oder eben klein.

Bootstour

Bootstour

Es gab auf unserer Reise allerdings auch Situationen, in denen uns ungewollt bewusst wurde, wie klein – und unbedeutend – wir sind. Das Erdbeben überraschte uns, als wir gerade ins Bett gehen wollten. Im vierten Stock bekamen wir die Gewalt der Erde und des Bebens ganz schön zu spüren! Wie unwichtig wir uns in diesen, gefühlt unheimlich langen Momenten fühlten! Mit etwas Abstand betrachtet, müssen wir allerdings eingestehen, dass es Neuseeland ohne Erdbeben und Vulkane so, wie wir es bereist haben, nicht gäbe.

Verena an der Hobbithöhle

Verena an der Hobbithöhle

Und was es zusätzlich zur Erde noch alles gibt, haben wir bei einem Ausflug zum Mt. John Observatory gesehen. In der Dark Sky Reserve haben wir die Venus, den Mars und die Milchstraße mit bloßen Auge gesehen. Bei dem Blick in die Sterne und in andere Galaxien wird uns bewusst, wie klein wir doch eigentlich sind.

 

Was für ein Gefühl

Dieses Gefühl wurde uns während unserer Reise noch einige weitere Male vor Augen geführt. An den Küsten spürten wir die Kraft der Wellen, die gegen die Klippen schlugen und hörten das Rauschen des Windes. Die Wanderung durch den Whirinaki Te-Pua-A-Tane Regenwald trieb uns den Schweiß auf die Stirn und die Wasserspritzer des Gletschersees ließen uns frieren. Der majestätische Anblick von den sich im Lake Matheson spiegelnden Bergen ließ uns erschauern und eine Gänsehaut bekommen. Da standen wir nun – ganz alleine vor diesem gewaltigen und großen Anblick!

Unterwegs im Regenwald

Unterwegs im Regenwald

Neuseeland hat uns nicht nur vor Augen geführt – sondern uns tatsächlich gepackt und geschüttelt – wie klein wir doch sind, im Vergleich zur großen und überwältigend schönen Natur und den Naturgewalten. Und trotzdem – oder gerade deswegen – haben wir bereits eine lange Liste von Dingen, die wir auf der nächsten Reise nach Neuseeland erleben wollen!


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