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Fernando de Noronha

von Mehr Lisa Schamoni Supervisor, Reisespezialistin

1 Februar 2015

Zugegeben, die Anreise nach Fernando de Noronha ist beschwerlich – aber definitiv jede Mühe wert! Mit dem Flieger geht es entweder von Recife oder Natal in einer Stunde Flugzeit zum paradiesischen Archipel 350 Kilometer entfernt von der Küste Brasiliens. Reisespezialistin Lisa hat dieses ganz besondere Reiseerlebnis gemacht und berichtet Ihnen davon.

Die Inselgruppe Fernando de Noronha besteht aus 21 Inseln. Sie verfügt über ein besonders vielschichtiges Ökosystem mit zahlreichen Pflanzen und auch Tieren, die endemisch, also außer auf dieser Insel nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind. Damit gehört sie zum Unesco Weltnaturerbe. Um dieses zu erhalten, wird viel Wert auf naturverträglichen Tourismus gelegt und eine nachhaltige Nutzung der vielfältigen natürlichen Ressourcen steht im Vordergrund. Erst seit 1987 ist die Insel überhaupt für jedermann zugänglich, da sie bis dahin dem brasilianischen Militär unterstand. Dies spürt man bereits bei der Ankunft am Flughafen der Insel, wenn der Geldbeutel um eine Ökosteuer und eine Einreisegebühr von etwa 20 Euro pro Aufenthaltstag erleichtert wird. Die Einreise von Touristen ist durch die begrenzte Kapazität an Flugplätzen beschränkt und so ist die Insel zu keiner Jahreszeit wirklich überlaufen und man findet immer ein Stück einsamen Traum-Strand, an dem man die spektakuläre Natur bewundern kann.

Praia do Leão

Praia do Leão an der Südküste der Insel

 

Für die verhältnismäßig hohen Preise und die beschwerliche Anreise wird man durch angenehm warmes Wasser, das voll mit Delfinen und Meeresschildkröten ist, entschädigt. An Land kann man auf den ökologisch angelegten Pfaden und Wanderwegen der Smaragdküste oder der Sancho Bay wandern und immer wieder die spektakulären Aussichten auf die Küste und das Meer genießen. Oberhalb der Baia dos Golfinhos können man mit etwas Glück sogar Delphine aus dem Wasser springen sehen!

Eingang zum Nationalpark

Eingang zum Nationalpark

 

Fast alle Pousadas der Inseln befinden sich im Dorf Vila dos Remédios, auf der alle 5.000 Bewohner des Archipels wohnen. Neben den Unterkünften findet man hier kleine Supermärkte, Restaurants, Surfshops und auch zwei Tauchschulen. Vor allem letztere spiegeln die beiden Hauptaktivitäten des Insellebens wieder: Surfen, Tauchen und Schnorcheln. Kristallklares Wasser, naturbelassene Strände und eine recht raue Brandung bieten die perfekten Bedingungen für Wassersportler, aber zum Schwimmen ist die Insel deshalb nur bedingt geeignet.

Ping Pong spielen am Strand

Ping Pong spielen am Strand

Die gesamte Inselgruppe ist als Nationalpark eingestuft und neben einer bei Einreise zu zahlenden Steuer von ca. 20 Euro pro Tag, benötigt man zusätzlich eine Eintrittskarte (ca. 60 Euro pro Person) um die Strände und die Küstenregionen nutzen zu dürfen. Durch die Reinvestition dieser Gelder in viele verschiedene Schutzmaßnahmen ist die Umwelt zu Land und zu Wasser so intakt, dass man aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus kommt. Erst im Jahr 2014 wurde der Strand „Baía do Sancho“ vom online-Portal tripadvisor zum schönsten der Welt gekürt.

Baia Sancho

Baia Sancho

 

Aussicht auf Baia Sancho

Aussicht auf Baia Sancho

 

Auch die Unterwasserwelt rund um die Insel ist einzigartig: Das Schnorcheln mit Schildkröten, bunten Tropenfischen und Riffhaien ist ein fantastisches Erlebnis. Am besten eignen sich hierfür die etwas ruhigeren Strände „Praia do Porto“ und „Praia Sueste“ sowie der natürliche Pool des Praia Atalaia. Überall auf der Insel kann Schnorchel-Equipment ausgeliehen werden. Am Praia Atalaia ist das Schnorcheln nur mit Schwimmweste erlaubt, damit man die sensiblen Korallen auf dem Grund nicht berührt oder gar beschädigt.

Schnorchler im Naturpool am Praia Atalaia

Schnorchler im Naturpool am Praia Atalaia

 

Zudem zählt Fernando de Noronha zu einem der besten Tauch-Spots Südamerikas und der Welt. Im klaren Wasser des Nationalparks kann man Haie, Barrakudas, Rochen und viele bunte Tropenfische bewundern sowie intakte Korallenriffe. Außerdem bieten versunkene Schiffe abwechslungsreiche Tauchmöglichkeiten.

Tauchen bei Fernando de Noronha

Tauchen bei Fernando de Noronha

 

Fortbewegen kann man sich auf der Insel am besten zu Fuß über die zahlreichen Holzstege, die zu den Stränden führen. Für weitere Wege kann man Buggies mieten, die auch von den Einheimischen genutzt werden. Mit einem solchen Gefährt kann man auch die abgelegenen Strände und die zahlreichen Fischrestaurants direkt am Meer bequem erreichen.

Buggy auf Fernando de Noronha

Buggy auf Fernando de Noronha

Ich habe fünf Tage auf der Insel verbracht und war schon ein wenig traurig, als ich dieses Paradies wieder verlassen musste. Es waren tolle Tage und ich würde immer wieder auf diese Inseln reisen!


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