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Handeln in China – 5 Tipps für einen gelungenen Marktbesuch

von Mehr Anja Möser Produktmanagement Kenia, Tansania, Vietnam, Myanmar, China

10 Mai 2017

Anja besuchte auf ihrer China Reise viele Märkte im ganzen Land und feilschte nach Herzenslust mit den Händlern. Damit auch Sie ohne chinesische Sprachkenntnisse die besten Preise aushandeln, hat sie hier ihre Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

 

Ich bin eigentlich kein großer Freund vom Feilschen. Es ist unangenehm für mich, mit Händlern über die Preise ihrer Waren zu streiten. Andererseits möchte ich keine übertrieben hohen Preise für kleine Andenken bezahlen. In China bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe solange um Preise geschachert bis kein Auge mehr trocken blieb… vom Lachen. Chinesische Händler haben einen unübersehbaren Hang zum Theatralischen, was der ganzen Prozedur unheimlich viel Komik verlieh. Ich habe mich nie bedrängt gefühlt und egal ob ich etwas gekauft habe oder nicht, am Ende sind die Händler und ich immer freundschaftlich auseinander gegangen.

Marktstand mit Panda-Souvenirs

 

Hier sind meine Tipps für einen gelungenen Marktbesuch:

 

1. Zeigen Sie nie großes Interesse und wahren Sie einen neutralen Gesichtsausdruck.

Sie nehmen ein Souvenir in die Hand, schauen es sich von allen Seiten an und zeigen es vielleicht auch noch Ihrem Partner? Dann ist der Deal in den Augen des chinesischen Händlers so gut wie abgeschlossen und es gibt kaum mehr Raum für Preisverhandlungen.
Lassen Sie Ihren Blick lieber gleichgültig über die Auslage huschen. Gefällt Ihnen einer der Gegenstände? Dann schauen Sie ihn sich ruhig etwas genauer an. Widmen Sie aber mindestens genauso viel Zeit ein bis zwei anderen Souvenirs, die Sie definitiv nicht kaufen möchten.

 

2. Nutzen Sie Ablenkungsmanöver

Ein Objekt hat Ihr Interesse geweckt? Jetzt heißt es Ruhe bewahren und sich nichts anmerken lassen. Am besten setzen Sie die Strategie aus dem vorherigen Schritt fort. Fragen Sie nach den Preisen von mehreren Souvenirs und feilschen Sie zäh um ein Stück, das Sie überhaupt nicht interessiert. Brechen Sie nach einem angemessenen Zeitraum seufzend ab und sehen Sie sich noch einmal die Auslage an.

Ganz „zufällig“ fällt Ihr Blick dann auf das eigentliche Objekt Ihrer Begierde. Beginnen Sie mit den Verhandlungen von neuem. Machen Sie dem Händler aber durch Mimik und Gestik klar, dass Sie nicht sehr interessiert sind und ihm eigentlich nur einen Gefallen tun. Lassen Sie hin und wieder den Blick über andere Stände schweifen, bevor Sie dem Verkäufer Ihr nächstes Preisangebot nennen.

Verkäuferin am Souvenirstand

 

3. Der kleinste Makel ist Gold – oder in Ihrem Fall Kuai – wert. 

Hat das Souvenir einen Kratzer? Ist der Saum des T-Shirts an einer Stelle schlecht verarbeitet? Ist die Oberfläche des Schmuckkästchens nicht ganz eben? Dann scheuen Sie sich nicht, den Händler mit bedeutungsschwangerer Miene darauf hinzuweisen. Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie ihn vielleicht beleidigen. Er wird Ihnen gegenüber mit großem Enthusiasmus und vielen theatralischen Gesten die Vorzüge seines „einzigartigen“ Schatzes anpreisen. Indem Sie ihn auf die Mängel hinweisen, zeigen Sie, dass Sie nicht naiv sind und drücken gleichzeitig den Preis.

 

4. Seien Sie bereit, die Verhandlungen abzubrechen und wegzugehen.

Sie können sich mit dem Verkäufer auf keinen Preis einigen? Dann machen Sie sich bereit, zum nächsten Stand zu gehen. In den meisten Fällen ruft Sie der Händler ganz schnell zurück und macht Ihnen ein besseres Angebot.
Ruft er Sie nicht zurück, dann war die letzte Offerte wahrscheinlich der beste Preis, den Sie für das Souvenir kriegen können. Aber keine Sorge, auf einem der anderen Stände liegt ganz sicher ein identisches Produkt. Sie haben nun den „richtigen“ Preis im Hinterkopf und können mit den Verhandlungen von vorne beginnen.

 

5. Verlieren Sie nie Ihre gute Laune.

Dies ist die wichtigste Regel von allen. Bewahren Sie beim Feilschen stets Ihre gute Laune. Es sollte in erster Linie Spaß machen und nicht in Stress ausarten. In China ist es extrem wichtig, dass alle Parteien ihr „Gesicht bewahren“. Das heißt, dass man sich gegenseitig mit Respekt begegnet und jeder mit einem guten Gefühl aus den Verhandlungen geht.
Auch ist es meiner Meinung nach nicht immer sinnvoll, um jeden einzelnen Kuai zu schachern. Denn bitte bedenken Sie, 15 Cent sind oftmals nicht besonders viel Geld für Europäer, können aber für einen einfachen Händler in China einen großen Unterschied machen.

 

Mein Bonustipp: Mengenrabatt

Sehr oft geben chinesische Händler einen Mengenrabatt, wenn Sie mehrere Souvenirs auf einmal bei ihnen kaufen. Möchten Sie von einem Objekt zwei Stück erwerben? Dann halten Sie niemals Daumen und Zeigefinger in die Höhe! Das ist in China das Zeichen für acht. Mit nach oben gestreckten Zeige- und Mittelfinger zeigen Sie Chinesen, dass Sie zwei Stück von etwas haben möchten.

 

Sie haben Lust bekommen das Land China zu besuchen? Schauen Sie sich doch mal unsere China-Reisebausteine an.


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