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Auf Entdeckungsreise im Südwesten Chinas – Die Provinz Yunnan

von Mehr

20 Dezember 2015

Mit China verbinden wir häufig Megametropolen wie Peking und Shanghai, Menschenmassen oder Sehenswürdigkeiten wie die Chinesische Mauer. Doch China hat weit mehr als die westlichen Vorurteile zu bieten, wie zum Beispiel viele abwechslungsreiche Landschaften, kulturelle Vielfalt und auch Orte an denen man noch die ländliche Seite des Landes erleben kann. Auf Entdeckungsreise im Südwesten Chinas, in der Provinz Yunnan, kann man diese Vielfältigkeit erleben und Vorurteile schnell vergessen. Während ihrer Rundreise durfte Reisespezialistin Lisa hier unter anderem die einmalige Stadt Lijiang erkunden:

Reisespezialistin Lisa in China

Reisespezialistin Lisa in China

Lijiang – was übersetzt so viel wie „Stadt am schönen Fluss“ bedeutet – ist umringt von Ausläufern des Himalaya Gebirges. Schon der Landeanflug gab mir einen ersten Vorgeschmack auf das beeindruckende Gebirgspanorama, welches die Stadt umgibt. Trotz einer Höhe von 2400 Metern fühlte ich mich nach der Ankunft erstaunlich gut und einer Erkundung der Altstadt stand nichts mehr im Wege.

Altstadt von Lijiang

Die Altstadt von Lijiang

Nach den ersten Schritten wurde mir schnell klar, warum die Altstadt Lijiangs UNESCO Weltkulturerbe ist und daher glücklicherweise auch autofrei. Man findet sich inmitten unzähliger kleinen Gassen wieder und ist beinahe überwältigt von der Weitläufigkeit, den wunderschönen historischen Gebäuden, Innenhöfen mit Lampions und den Wasserkanälen, welche die Stadt durchziehen. Kurz gesagt bietet Lijiang die perfekte chinesische Filmkulisse.

Ausblick über Lijiang

Ein Meer von Häusern – die Altstadt Lijiangs ist sehr weitläufig

 

Bild 4

Die gesamte Stadt ist von Wasserkanälen durchzogen

Neben unzähligen Souvenirläden mit schönem Kunsthandwerk, gab es auch viele gemütliche Cafés und Straßenstände mit lokalen Spezialitäten, welche man sich nicht entgehen lassen sollte.
Was Lijiang aber wirklich zu dem macht was es ist, ist die hier lebende Naxi Minderheit, die in Lijiang ihr kulturelles Zentrum hat. Vor meiner Reise durch Yunnan wusste ich wenig bis nichts über die vielen ethnischen Minderheiten Chinas. Von den ca. 56 anerkannten ethnischen Minderheiten leben in Yunnan alleine 25. Neben den landschaftlichen Reizen sind es gerade die unterschiedlichen Menschen, die die Region meiner Meinung nach so reizvoll machen. Die Unterschiede machen sich zum Beispiel in eigenen Trachten, einer eigenen Sprache, Kultur und wie so oft auch beim Essen bemerkbar.

Naxi in Lijiang

Einheimische Frauen in der typischen Naxi Tracht

Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Guide abgeholt, der ebenfalls der Naxi Minderheit angehört. Auf dem Tagesprogramm standen eine Fahrradtour rund um den „Lashi Lake“, sowie ein Besuch in dem Dorf „Baisha“, daher führte uns der Weg zunächst zu einem Fahrradverleih. Während der gesamten Tour wurden wir zudem von einer Fahrerin begleitet, die uns und die Fahrräder zu dem etwas außerhalb gelegenen Lashi See brachte und später schließlich nach Baisha.
Der strahlend blaue Himmel an diesem Morgen bildete zusammen mit den Pfirsichblütenbäumen und Rapsfeldern eine einmalige Kulisse für die Fahrradtour.

Pfirsichblüten in China

Pfirsichblütenbaume so weit das Auge reicht

Wir fuhren ca. 40 Minuten über weitläufige Feldwege, bis ein Tor uns den Weg zum tibetischen „Zhiyun Kloster“ weist.

Das Tor zum "Zhiyun Kloster"

Das Tor zum „Zhiyun Kloster“

 

Zusammen mit meinem Guide fahren wir entlang einsamer Wege zum Kloster

Zusammen mit meinem Guide fahren wir entlang einsamer Wege zum Kloster

 

Das Kloster liegt auf einer Anhöhe wodurch man einen wunderschönen Blick über den See und die Felder hat. Das Kloster selbst ist eines von fünf Hauptklöstern der Tibetischen-Buddhistischen Klöster Lijiangs und ist bereits über 200 Jahre alt ist.

Viele Stufen führen hinauf zum Kloster

Viele Stufen führen hinauf zum Kloster

 

Der Ausblick ist die Anstrengungen aber auf jeden Fall wert

Der Ausblick ist die Anstrengungen aber auf jeden Fall wert

 

Vor allem Kinder von ca. sieben bis achtzehn Jahren leben hier und werden unterrichtet. Wir hatten nicht nur das Glück die einzigen Besucher an diesem Morgen zu sein, sondern durften sogar einige Minuten dem Unterricht der angehenden Mönche bestaunen. Neben dem Kloster selbst haben besonders auch seine kleinen Bewohner einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Man wird schon etwas nachdenklich, wenn man die disziplinierten Kinder mit gerade mal sieben oder acht Jahren sieht. In Ihrer Mittagspause konnte ich jedoch auch die noch kindliche Seite der jungen Mönche beobachten, die ausgelassen spielten und alberten.

Die kleinen Bewohner des Klosters bei Ihrer Mittagspause

Die kleinen Bewohner des Klosters bei Ihrer Mittagspause

Nach dem Besuch des Klosters wartete unsere Fahrerin am Eingang des Klosters bereits und fuhr uns ein kurzes Stück über unwegsame Wege, bis wir schließlich wieder auf die Fahrräder umsteigen konnten.
Nicht nur der Lashi Lake, sondern vor allem die kleinen Dörfer und seine Bewohner versetzten uns in eine andere Welt, fernab von der Moderne. Der März als Reisezeit schien ein Glücksgriff zu sein, da während der gesamten Fahrradtour kaum andere Touristen zu sehen waren und das Wetter ideal war. Erst am Ende der Tour sahen wir vereinzelt chinesische Touristen, die die Gegend hoch zu Ross erkundeten.
Am Ende der Fahrradtour erwartete uns schließlich wieder unsere Fahrerin und der Besuch des Baisha Dorfes stand auf dem Programm. In Baisha angekommen führte mich mein Guide zunächst zu einem Restaurant, in welchem wir uns mit einheimischen Spezialitäten stärken konnten.
Der idyllische Ort strahlt eine bedächtige Ruhe aus, im Vergleich zum quirligen Lijiang. Hier ist der Massentourismus noch nicht angekommen und man kann die hier lebenden Naxi noch in traditioneller Tracht beobachten.

Restaurant in Baisha

In einem landestypischen Restaurant in Baisha konnten wir uns stärken

Im Dorf konnten wir gemütlich durch die verschlafenen Gassen schlendern und etwas Kraft tanken, bevor es zurück nach Lijiang ging, das ca. 8 Kilometer von Baisha entfernt liegt.
Bereits vor meiner Chinarundreise war Lijiang einer der Orte auf die ich am meisten gespannt war. Lijiang und seine Altstadt sind einmalig und die Fahrradtour um den Lashi Lake gehörte definitiv zu den Highlights meiner Rundreise.

Lisa vor dem Wasserrad in Lijiang

Das Wasserrad steht für den Eingang zu Lijiangs Altstadt

 

Lijiang bei Nacht

Bei Nacht ist die Altstadt wunderschön beleuchtet

 

Wenn auch Sie nach China reisen möchten, schauen Sie sich unsere China-Reisebausteine an und stellen Sie sich Ihre Reise individuell zusammen.


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2 Kommentare
Ilwa Henschel, 27. Januar 2016, 00:29 Uhr

Sehr geehrtes „Erlebe-Fernreisen-Team“,

schöner Bericht, wunderbare Gegend, prima Idee für unsere nächste Reise!
Evtl. noch mit einem Ausflug in die fantastische Natur- und Tierwelt Yunnans zu verbinden?…!…?

Mit freundlichen Grüßen,

i. Henschel

Lisa Kullmann, 1. Februar 2016, 11:48 Uhr

Liebe Frau Henschel,

toll, dass Sie mein Bericht für Ihre nächste Reise inspirieren konnte.
Kombinieren Sie Ihren Aufenthalt in Lijiang zum Beispiel mit einem aufregenden Trekking durch die Tigersprungschlucht bei Lijiang oder unseren beiden Bausteinen „Shaxi – Marktplatz der alten Seidenstrasse“ und „Baidörfer am See“. Hier können Sie mehr von der fantastischen Natur- und Tierwelt Yunnan`s entdecken.
Gerne bin ich Ihnen jederzeit bei der Reiseplanung behilflich und wünsche Ihnen bis dahin alles Gute!

Liebe Grüße,

Lisa Kullmann
Reisespezialistin China

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