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Ein internationales Weihnachtsessen

13 Dezember 2014

Würstchen mit Kartoffelsalat, eine Weihnachtsgans oder  Glühwein. Unsere Weichnachtsspezialitäten sind vielfältig. Doch für alle, die an Weihnachten mal eine „Genussreise“ machen möchten, haben wir einige Gerichte aus aller Welt zusammengestellt, die aus dem Weihnachtsessen eine internationale Fest-Tafel machen.

 

Chile: Cola de Mono (Affenschwanzgetränk)

Was für uns der Glühwein, oder für manche auch der Eierpunsch ist, ist für Chilenen das sogenannte Affenschwanzgetränk. Es gibt eine Vielzahl von Versionen dieses Getränks, aber in der Regel enthält es Aguardiente (ein Destillat aus Wein, Getreide, Früchten oder Samen), Milch, Zucker, Kaffee und eine weitere Zutat, die sich auch bei uns in dem ein oder anderen Glühwein findet: Nelken! Der interessante Name geht auf einen Politiker Chiles zurück, der bei einer Wahl knapp unterlegen war. Sein Name war Pedro Montt, wobei man ihm den Spitznamen El Mono Montt gab. Dabei steht „mono“ für Affe. Als auf der Wahlparty dieses Politikers der Wein ausging, begann man aus den erwähnten Zutaten einen neuen Drink zu mischen und mit der Zeit bürgerte sich dafür der Name Cola de Mono ein.

Cola de Mono (Affenschwanzgetränk)

Cola de Mono (Bild von Wikipedia.es, Nutzer: B1mbo)

 

Australien: Weihnachtsbarbecue

Wenn Weihnachten ist, ist in Australien gerade Hochsommer. Glühwein und fettige Weihnachtsgänse sind daher dort verständlicherweise eher nicht so gefragt. Deshalb finden sich die Fest-Gesellschaften eher am Strand oder am Pool ein, um dort ein sonniges Weihnachts-Barbecue zu veranstalten. Zu einem klassischen Weihnachtsbarbecue gehören insbesondere die Fleischsorten Schwein und Huhn, aber auch Fisch und Meeresfrüchte kommen auf den Grill.

Barbecue am Strand in Australien

Ein sommerliches Weihnachtsgrillen

 

Indien: Biryani

Auch in Indien gibt es Christen die das Weihnachtsfest feiern. Auch wenn diese nur ca. 7% der Gesamtbevölkerung ausmachen, wird das Fest dennoch überall im Land gefeiert. Gegessen wird zu dem Anlass indisch-traditionell: Oft ist dies ein Biryani, ein Reisgericht das mit verschiedenen Fleischsorten und mit Gemüse serviert wird. Manchmal finden sich auch Rosinen in diesem Gericht.

Biryani mit Hühnchen in Indien

Typisch für ein indisches Weihnachtsessen: Biryani

 

Costa Rica: Tamales

Für viele Costa-Ricaner gehören die Tamales unbedingt zum Weihnachtsfest dazu. Dabei hat wie bei vielen anderen Weihnachtsgerichten dieser Welt jede Familie ihr eigenes Rezept. Grundsätzlich bestehen Tamales aber aus einem Maisbrei, der mit verschiedenen Gemüsesorten und einem Stück Schweinefleisch in Bananenblätter verpackt und dann darin gekocht wird. Zum Teil werden noch Rosinen, Kichererbsen oder andere Zutaten dazugegeben. Viele Länder Lateinamerikas haben ihre eigene Version dieses Gerichtes, oft mit anderen Zutaten. Ebenfalls werden auch nicht immer Bananenblätter verwendet, sondern auch Maisblätter werden dazu gebraucht.

Tamales: Maisbrei mit Gemüse und Fleisch

Tamales: Maisbrei mit Gemüse und Fleisch aus dem Bananenblatt

 

Island: Laufabrauð (Laubbrot oder Schneeflockenbrot)

Das Brot, welches eigentlich aus dem Norden der Insel stammt, ist heute auf der ganzen Insel als Weihnachtsgebäck beliebt. Der Teig des Brotes besteht nur aus einigen wenigen Zutaten, nämlich Mehl, Milch, Salz und Backpulver. Daraus wird ein Teig hergestellt, der hauchdünn ausgerollt wird, und zwar so dünn, dass man fast hindurch sehen kann. Dann werden Muster hineingeschnitten. Dabei werden nicht etwa Teile des Teiges entfernt, sondern es wird so gearbeitet, dass durch Umklappen der Teigstücke Muster entstehen. Anschließend wird der Teig in heißem Fett frittiert. Am Ende entsteht so ein richtiges kleines Kunstwerk, dessen Muster an Schneeflocken oder Laub erinnern und dem Gebäck so seinen Namen geben. Sie werden mit Schinken oder Fleisch gegessen, aber auch mit einem süßen Sirup schmeckt das Brot sehr gut.

Laubbrot in Island

Laubbrot in Island (Bild von Flickr, Brian Suda)

 

USA: Roasted Christmas Turkey

Die bekannteste unter den hier vorgestellten Spezialitäten ist sicher der amerikanische Christmas Turkey. Aber was ist das überhaupt? Der Turkey (auf Deutsch: Truthahn, was wiederum das gleiche ist wie Pute) ist die bereits von den amerikanischen Ureinwohnern domestizierte Form eines wilden Truthuhns, welche die größte Art der Hühnervögel ist. So ein Truthahn eignet sich gut als Festmahl, da er mit seiner Größe eine ganze Weihnachtsgesellschaft satt macht. Der Truthahn wird mit einer Füllung serviert. Diese kann aus verschiedenen Zutaten bestehen, etwa Schweinehackfleisch aber auch eine Füllung mit Kastanien ist beliebt. Die Kunst bei der Zubereitung ist die, dass der Braten nicht trocken auf dem Tisch landet. Auf gutes Timing kommt es also an!

Truthahn

Der typisch amerikanische Weihnachtsschmauß

 

Griechenland: Loukaniko (Hausmacher Wurst)

Für die orthodoxen Christen in Griechenland beginnt das Weihnachtsfest erst am 25. Dezember. Geschenke gibt es auch, allerdings müssen sich die Menschen dann noch ein paar Tage gedulden, denn diese werden erst Neujahr überreicht. Winterzeit ist Schlachtzeit, deshalb wird im winterlichen Griechenland traditionell Schweinefleisch serviert, so auch an Weihnachten. Zum Beispiel Bratwürste die Loukaniko heißen. Diese sind je nach Region ganz unterschiedlich, und ganz anders als bei uns gewürzt, z.B. mit Orangenschale, Thymian oder Fenchelsamen.

Loukaniko (Hausmacher Wurst)

Loukaniko (Hausmacher Wurst)

 

Wir wünschen guten Appetit bei Ihrem internationalen Weihnachts-Festmahl!

 

 

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