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Die Highlights des Australischen Outbacks

15 Januar 2015

Australien-Reisespezialist Phillip

Australien-Reisespezialist Phillip

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an das australische Outback denken? Wie wohl allen anderen kam mir zunächst der Ayers Rock in den Sinn. Genau so ging es mir auch, bevor ich meine Reise durch das Rote Zentrum antrat. Der markante rote Felsen, der auf jeder Tour durch das Outback Pflicht ist. Doch das südliche Northern Territory hat so viel mehr zu bieten.  Hier sind die Highlights meines fünftägigen Ausflugs durch das Outback.

 

 

5. Die Olgas im Kata Tjuta National Park

Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Aborigines „Viele Köpfe“. Nachdem wir mit unserem Allradfahrzeug die Grenzen des Nationalparks durchquert haben, war uns auch allen in der Gruppe klar warum Australiens Ureinwohner der bizarren Felslandschaft diesen Namen gegeben haben. Die vielen kleinen Bergkuppen sehen aus der Ferne tatsächlich wie Köpfe aus, die in der Sonne knallrot leuchten. 36 dieser „Köpfe“, die auch „Olgas“ genannt werden, gibt es in dem Nationalpark. Unser Guide Bender führte uns zwischen zwei besonders eng zusammenliegende Felsen, in deren Mitte das Valley of the Winds liegt. Valley of the Winds – Tal der Winde? Was das zu bedeuten hatte, sollten wir nach einem kurzen aber intensiven Aufstieg erfahren. Kaum in diesem Tal angekommen, zog  jeder in unserer Gruppe schon energisch an den Reißverschlüssen seiner Jacke, denn mit so einem starken aber zugleich angenehmen Wind hatte wohl keiner von uns gerechnet.

Olgas

Die Olgas im Kata Tjuta National Park

 

4. Eine Dusche unterm Sternenhimmel

Nördlich des Kata Tjuta Nationalparks, erreicht man, wenn man der Luritja Road Richtung Norden folgt, die Kings Creek Station. Wenige Kilometer abseits der Station liegt ein Campingplatz. Unser Guide zeigte uns im Licht des Sonnenuntergangs unser Domizil und erwähnte beiläufig, dass die Dusche ein paar Meter von den Zelten entfernt ist und nur drei Wände hat. Moment mal: „Drei Wände?“ Das würde ja bedeuten… „Yes, there is no door“ beendete Bender unsere Spekulationen. Nach langem hin und her und nach einigem Zureden unseres Guides, entschied ich mich dazu die Dusche zu testen. Mittlerweile war die Sonne bereits untergegangen und die Sterne tauchten am Himmel auf. Ich machte mich also auf und stellte die Dusche an. Mein Blick fiel nach oben und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Millionen von Sterne funkelten über mir, weit und breit keine Lichter zu sehen und keine Stimmen zu hören. Ein Duscherlebnis, welches ich niemals vergessen werde.

Kings Creek Station Campground

Der Campground der Kings Creek Station

 

3. Die Ormiston Gorge

Die Ormiston Gorge ist eine etwa eineinhalb Autostunden von Alice Springs entfernt liegende Schlucht. Sie wurde vom Finke River geschaffen und ist Teil der West MacDonnell Ranges. Hier erkundeten wir die beeindruckend abwechslungsreiche Landschaft der  644km langen Gebirgskette. Auch hier finden sich wieder hohe rote Felsen, allerdings sind diese von  grünen Pflanzen bewachsen. Wir machten den sogenannten Ghost Gum Walk und staunten nicht schlecht, als wir nach einigen Kilometern ganz oben auf den Felsen standen und einen herrlichen Ausblick auf das im Tal liegende Wasserloch hatten. Nach dem Aufstieg folgte also der Abstieg, den uns unser Guide Bender mit der Aussicht auf Mittagessen und einer Abkühlung im Wasserloch schmackhaft machte.  Letzten Endes trauten sich dann aber doch nur zwei in das kalte Wasser, wir anderen lagen im Sand am Ufer und amüsierten uns über die vor Kälte verzogen Gesichter unserer Wagemutigen.

Wasserloch am Ormiston Gorge

Wasserloch am Ormiston Gorge

 

2. Glen Helen Resort

Nicht weit von der Ormiston Gorge liegt das Glen Helen Resort. Dieser Campingplatz ist besonders bei Australiern beliebt, die im eigenen Camper ihr Land erkunden. Die für ihre Freundlichkeit bekannten Australier, sind sehr offen und erzählen gerne von Ihren spannenden Erlebnissen auf Ihrer Reise quer durchs Land. Das besondere an dem Resort ist, dass man direkt im Schatten einer Gorge übernachtet. Der rötliche Felsen wird von der untergehenden Sonne angestrahlt und spiegelt sich im Wasser des Wasserlochs. Wenn das Wetter es zulässt, kann man die Gelegenheit nutzen mal kurz in das klare Wasser zu springen und die wunderbare Landschaft zu genießen. Nach Sonnenuntergang wird im Pub, der sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, Livemusik gespielt. Der Wirt ist sehr gastfreundlich und immer an der Herkunft seiner Gäste interessiert. Sogar deutsche Kennzeichen sind an der Wand hinter dem Tresen angebracht, die deutsche Motoradfahrern auf Ihrer Tour durch das Outback mitgebracht haben.

Campground Glen Helen Resort

Der Campground des Glen Helen Resorts

 

1. Eine Nacht zelten mitten im Nirgendwo

Eine Nacht unter freiem Himmel ist wohl für viele Menschen eine ganz neue Erfahrung. So auch für mich. Übernachtet man wild im australischen Outback, schläft man in der Regel in einem Swag. Ein Swag ist die australische Version eines Biwakzelts und auch Ausdruck des Outback-Lifestyles. Dabei sind die Swags mit einer Matratze ausgestattet die ein komfortables Übernachtungs-Erlebnis verspricht.  Nach einem vorzüglichen Abendessen und ein paar Gläsern australischem Wein, war es Zeit in den Swag zu kriechen. Indem man mit einem Schlafsack in den Swag reinschlüpft wärmt er sich in nur wenigen Minuten durch die eigene Körperwärme auf und wird  richtig gemütlich. Bevor wir dies taten, sammelten wir noch ein wenig Holz für ein gemütliches Lagerfeuer. Die Nacht sollte kalt werden. Nachdem ich mich in meinem Swag eingerichtet hatte viel mein Blick abermals in den Himmel. Es ist einfach unglaublich wie viele Sterne man doch von der Erde aus sehen kann, aber durch die vielen Lichter der Städte bleiben uns die meisten verborgen. Im Outback jedoch, ohne Strom, ohne Licht und in völliger Ruhe sieht man die Milchstraße und sogar das Southern Cross, ein Sternzeichen, welches man nur auf der Südhalbkugel sehn kann. Dieses Erlebnis wird für mich immer ein besonderes Erlebnis bleiben.

Swags

Schlafen unter freiem Himmel in einem Swag: Unvergesslich!


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