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Die 5 besten Dschungel Borneos

von Mehr Heike Zimmermann Reisespezialistin Familienreisen

11 Oktober 2014

Auf ihrer Reise nach Borneo war Reisespezialistin Heike begeistert von der Natur und der reichen Tierwelt dieses Fleckchens Erde. Obwohl der malaiische Teil Borneos nur ein kleiner Teil der Insel ist, gibt es hier viele Dschungel zu entdecken. Da fällt manchmal die Entscheidung schwer, welcher es denn sein soll. Welcher Dschungel ist am besten zum Wandern geeignet?  Wo kann man sich entspannt zurück lehnen und die Flora und Fauna beobachten? In welchem Dschungel sieht man die meisten Tiere? Wo trifft man auf die Einheimischen Borneos? Heike hat Ihnen hier Ihre Top 5 Dschungel Borneo für Sie zusammengefasst.

 

1. Bako Nationalpark

Wanderung auf steinigen Wegen im Bako Nationalpark Dschungel Borneo

Wanderung im Bako Nationalpark


Der Bako Nationalpark hat mich fasziniert durch die Vielfalt der Natur. Neben einem dichten Regenwald bietet die Felsenküste und der Strand tolle Ausblicke auf das Meer. Die Wanderungen im Dschungel reichen von anspruchsvoll mit vielen Wurzeln, Felsen und je nach Witterung auch rutschigen Wegen, bis hin zu einfachen Spaziergängen entlang der Boardwalks. Für mich war der Bako Nationalpark daher auch der aktivste, der hier aufgeführten Dschungel in Borneo. Auch die Tierwelt hat mich begeistert:

Ein Nasenaffe im Bako Nationalpark im Dschungel Borneo

Ein Nasenaffe im Bako Nationalpark

In Bako sind die Tiere schon an die Menschen gewöhnt und daher verhältnismäßig zahm, so dass ich sie aus nächster Nähe beobachten konnte. Wildschweine, die am Strand entlang spazieren und in der Sonne dösen. Nasenaffen, die in den Mangrovenbäumen direkt vor dem Restaurant genüsslich und ganz entspannt die Blätter verzehren. Und freche Makaken Äffchen, die auch gern einmal versucht haben das Essen aus unseren Händen zu stehlen. Die Tiere sind vor allem in der Abenddämmerung und am frühen Morgen zu sehen. Dafür lohnt sich auch eine Übernachtung in den sehr einfachen Holzchalets des Nationalparks.

 

2. Iban am Batang Ai Reservoir

Iban beim Essen kochen im Langhaus

Die Iban in Ihrem Langhaus

Im Batang Ai Reservoir habe ich eine besondere Zeit im Langhaus bei den Kopfjägern, den Iban, verbracht. Die Unterkunft ist noch schlichter als im Bako Nationalpark. Dafür sind Sie direkt bei den Langhausbewohnern untergebracht. Meine Schlafstätte war im Wohnzimmer des Chiefs mit einer Matratze und Moskitonetz vorbereitet. Einfach aber sehr gemütlich.

Die Iban haben mich herzlich willkommen geheißen und trotz mancher Hürden bei der Verständigung habe ich viel über die Kultur und das Leben der modernen Kopfjäger erfahren. Die Tierwelt in der direkten Umgebung des Langhauses ist eher rar, wenn man von den Hunden und Hühnern der Iban absieht. Auf einer Dschungelwanderung am zweiten Tag sind wir tiefer in das Batang Ai Reservoir hineingewandert.

Heike auf einer Wanderung durch das Batang Ai Reservoir im Dschungel Borneo

Heike auf einer Wanderung durch das Batang Ai Reservoir

 

Der Weg führte entlang von Reisfeldern, durch Bachläufe zu einem Teil des Regenwaldes, wo auch noch wilde Orang Utans leben. In den Baumwipfeln konnte ich die Nester der Menschenaffen erspähen auch wenn mir das Glück verwehrt blieb, einen Orang Utan hier in der freien Wildbahn zu sehen. Hier geht es also vorwiegend um das Zusammenleben mit den Iban und das Leben mit der Natur.

 

3. Gunung Mulu Nationalpark

Für den Mulu Nationalpark war bereits die Anreise mit dem Propellerflugzeug ein Erlebnis. Vom Flugzeug aus hatte ich einen tollen Blick auf den Dschungel und den langsam dahin schlängelnden Fluss unter mir. Im Mulu Nationalpark stehen die Kalksteinhöhlen im Vordergrund.

In der Mulu Kalksteinhöhle mit Wegen

Die Kalksteinhöhlen im Mulu Nationalpark

 

Entlang der Boardwalks kann man bequem zu einigen der Höhleneingängen spazieren. In der Langs Cave und der Wind Cave haben mich die Formationen der Stalaktiten und Stalagmiten besonders beeindruckt. Auf meiner Reise habe ich auch ein kurzes Bad im kühlen See bei der Clearwater Cave sehr genossen – eine erfrischende Abwechslung nach den ca. 250 Stufen, die hinauf zur Höhle geführt haben.

Auf meiner nächsten Reise möchte ich gern auch eine Höhlenexpedition mit Helm und Lampe durch das Höhlensystem machen, für noch mehr Abenteuer. Die Tierwelt ist bei Mulu nicht so offensichtlich ausgeprägt. Es gibt viele Vögel und Insekten und kleinere Reptilien, die Sie im Dschungel erspähen können. Größere Tiere oder Affen werden eher selten gesichtet. Aber das Highlight von Mulu sind natürlich die vielen Fledermäuse, die zur Abenddämmerung aus dem Höhlenausgang der Deer Cave in großen Gruppen, die wie lange geschwungene Bänder aussehen, in den Dschungel hinaus fliegen.

Hunderte von Fledermäusen fliegen in der Abenddämmerung aus den Höhlen des Mulu Nationalparks

Die Fledermäuse fliegen zu Hunderten aus den Höhlen

 

4.  Sepilok Orang Utan Rehabilitation Centre und Kinabatangan Fluss bei Sandakan

Orang Utans im Rehabilitation Centre - Dschungel Borneo

Orang Utans im Rehabilitation Centre

 

Der Reisebaustein Orang Utans und Dschungelboot Cruise war für mich der entspannteste  der Dschungelbausteine und auch der Teil meiner Reise, bei dem ich am meisten Tiere beobachten konnte. In der Orang Utan Sanctury von Sepilok boten die Menschenaffen und die frechen Makaken ein tolles Schauspiel. Am Kinabatangan Fluss hieß es dann live die Tierwelt auf Bootssafari beobachten.

Bootssafari auf dem Kinabatangan Fluss

Bootssafari auf dem Kinabatangan Fluss

 

Von Nasenaffen über Krokodile, Warane und Nashornvögeln, Mouse Deer und Makaken war alles dabei. Auch Elefanten und Orang Utans gibt es hier zu beobachten. Die reiche Tierwelt entlang des Flusses bei Sukau und Abai ist beeindruckend.

Waran bei Sukau - Dschungel Borneo

Ein Waran bei der Bootssafari

Da alle Safaris gemütlich vom Boot aus stattfinden und Sie tagsüber zwischen den Safaris viel Zeit haben in der Lodge am Fluss zu entspannen, ist dies der am wenigsten aktive Dschungelbaustein unseres Programms.

 

5. Tabin Reserve

Auch das Tabin Nature Reserve hat eine reiche Tierwelt, die es zu entdecken gilt. Hier finden die Safaris allerdings nicht per Boot sondern mit dem Jeep statt. Bereits auf der Anreise wurde ich auf der Schotterpiste zum Resort gut durchgeschüttelt. Die Unterkunft im Tabin war im Vergleich zu den anderen Dschungelbausteinen die komfortabelste. Man wohnt dort in einer Dschungelhütte mit Klimaanlage und kleinem Balkon mit Blick auf den rauschenden Fluss.

Wasserfall im Tabin Nationalpark

Im Tabin Nationalpark

 

Auf den Jeepsafaris  können Sie viele Tiere beobachten, auch wenn diese durch den zum Teil sehr dichten Dschungel noch etwas schwieriger zu spotten waren als in Bako oder bei den Dschungelbootsafaris in Sukau. Umso beeindruckter war ich von unseren Guides vor Ort, die die Tiere während des Tages und auch in der Nacht mit Scheinwerfern für uns gesichtet haben.

Highlights waren hier z.B. Leopardenkatzen oder Gibbon Affen. Auch Elefanten kommen hier sehr nah an die Lodge, so dass wir uns außerhalb des Resortgeländes nicht eigenständig weiter entfernen durften. Die Elefanten waren immer ganz nah, auch wenn sie sich mir nicht gezeigt haben. Doch die noch ganz frischen Fußabdrücke im Schlamm, das laute Rufen der Elefantenbullen in der Nacht und der typische Geruch ganz in der Nähe unseres Jeeps, den ich sonst nur von Elefantengehege im Zoo kenne, waren schon eine Erfahrung wert.

Elefantenspuren in der Nähe der Lodge

Elefantenspuren in der Nähe der Lodge

Neben der Tierwelt haben wir nur kürzere Dschungelwanderungen zum Schlammvulkan und dem Lipad Wasserfall gemacht, so dass der aktive Teil (abgesehen von den holperigen Wegen mit dem Jeep) eher kleiner ausfällt.

 

Dschungel Borneo – welchen fand ich am besten?

Zusammengefasst fand ich den Bako Nationalparks  zum Wandern am besten.  Dicht gefolgt von der Dschungelwanderung bei den Kopfjägern. Die gegangenen Strecken waren hier zwar kurz (weniger als 1 km einfacher Weg), dafür waren die Ziele der Wanderungen aber umso spektakulärer. Am anstrengendsten war für mich ebenfalls der Bako Nationalpark. Aber auch der Mulu Nationalpark war durch die Stufen und zum Teil steilen Anstiege der Wege eher anspruchsvoll. Im Dschungel rund um Sandakan erlebten wir den entspanntesten und am wenigsten aktiven Dschungelausflug.

Für die Tierwelt kommen für mich die Bootssafaris beim Kinabtangan Fluss und die Jeepsafaris bei der Expedition Tabin an erster Stelle, da Sie hier eine so große Vielfalt an Tieren beobachten können mit Elefanten und wilden Orang Utans. Auch der Bako Nationalpark ist toll wenn man Nasenaffen, Wildschweine und Makaken sehen will . Diese Tierarten kommen häufig vor und können auch von nahem beobachtet werden, weil sie in diesem Park nicht so scheu sind wie in den anderen Gebieten. Bei den Kopfjägern und im Mulu Nationalpark ist das Sichten von größeren Tieren sowie Affen oder Elefanten eher selten. Hier steht das Erlebnis so richtig in die Welt der Einheimischen einzutauchen im Mittelpunkt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kurzen Einblick in die Dschungel Borneos verschaffen. Wenn Sie Fragen dazu haben, schauen Sie auf unserer erlebe-malaysia Webseite vorbei oder kontaktieren Sie uns!


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