Auf Reisen Müll vermeiden

von Mehr Doris Germes Reisespezialistin

31 Mai 2018

Aktualisiert 03.06.2019

Kleine Dinge können oft Großes bewirken, auch wenn wir auf Reisen sind. Es ist ganz einfach, kleine Zeichen zu setzen und nachhaltige Verantwortung zu übernehmen! Um Ihnen zu zeigen, was möglich ist, haben wir ein paar einfach umsetzbare Tipps zusammengestellt:

1. Nehmen Sie Ihre eigene Mehrwegflasche mit

Wussten Sie, dass Sie als Reisender in zwei Wochen rund 30 Plastikflaschen benötigen? Wesentlich umweltfreundlicher reisen Sie mit einer Mehrwegflasche. Diese können Sie vor Ort immer wieder befüllen. Da dies ein so einfacher Weg zur Einsparung von Müll ist, stellen wir für jede Indonesien-Buchung kostenlos eine hochwertige Edelstahlflasche zur Verfügung. Diese besitzt zudem auch eine Thermowirkung und eignet sich dadurch auch für Heißgetränke. Weitere Länder sind aktuell in Planung.

Unsere Tipps:

→ Bestellen Sie in unserem Webshop Ihre eigene Wasserflasche!

→ Informieren Sie sich über Trinkwasser weltweit, dazu finden Sie hier und auf dieser Seite Informationen.

→ Finden Sie mögliche Auffüllstationen auf Bali

→ Kaufen Sie große Mengen Trinkwasser vor Ort und füllen diese in eigene kleine Flaschen ab

→ Wenn Sie Wasser filtern möchten, empfehlen wir Ihnen Lifestraw

→ Nutzen Sie alternativ eine Flasche mit eingebautem Wasserfilter

 

2. Mehrwegbecher und -geschirr nutzen

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Nicht nur im Alltag zu Hause, sondern auch auf Reisen, können Sie Ihren Mehrwegbecher gut einsetzen. Egal ob für Kaffee oder Tee – so helfen Sie Abfall zu vermeiden und achtsam mit Ressourcen umzugehen. Ein leichter Mehrwegteller mit Besteck findet selbst im kleinsten Rucksack Platz. Eine kleine Dose eignet sich zum Aufbewahren von Resten oder anderen Lebensmitteln, denn so müssen diese nicht unnötig in Plastik eingepackt werden.

 

3. Nachfüllbare Reise-Kosmetik

Shampoo, Duschgel, Tagescreme – gerne haben wir auf Reisen unsere vertrauten Produkte dabei. Aber es muss ja nicht die große Packung sein, die nachher einfach samt Resten im Hotel zurückgelassen wird. Glücklicherweise gibt es kleine, handliche Flaschen, in die man eigene Produkte abfüllen kann und die man für die nächste Reise einfach wieder mit nach Hause nimmt. So bleibt kein Kunststoff im Reiseland zurück, wo in vielen Fällen ‚Recycling‘ noch keine wirkliche Rolle spielt. Die Umwelt freut sich!

 

4. Sag „Nein“ zu Strohhalmen

Zeit für ein erfrischendes Getränk in der lokalen Bar! Sie können relativ sicher sein, dass Ihr Cocktail mit einem Plastikstrohhalm versehen ist. Spaß beim Trinken, weniger Spaß für die Umwelt. Denn ja, sie scheinen so klein, aber gerade aufgrund ihrer Größe landen sie oft nicht in den Wertstoffbehältern sondern im Meer. Dort richten sie bei Fischen und anderen Meeresbewohnern großen Schaden an. Es ist sogar schon ein Trinkhalm aus der Nase einer Meeresschildkröte entfernt worden! Die Lösung ist zum Glück einfach: Sagen Sie bei der Bestellung Ihres Getränkes, dass Sie keinen Strohhalm benötigen. Und wenn Sie doch nicht darauf verzichten möchten: Eine würdige Alternative ist ein Bambus- oder Papierstrohhalm, den Sie selbst mitbringen können.

 

5. Jute Reise – Stoff statt Plastik

Hurra, Zeit zum Einkaufen! Ob Sie auf der Suche nach lokalen Delikatessen sind, einfach unterwegs etwas einkaufen gehen oder einen Markt mit schönen Souvenirs besuchen, in vielen Ländern werden Sie an jedem Stand eine Plastiktüte erhalten. Schnell haben Sie Ihre Hände voll von Dutzenden von Plastiktüten. Wenn Sie einen Stoffbeutel mitnehmen, können Sie alle diese Plastiktüten ganz einfach vermeiden.

 

6. Beach Clean up

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Wir alle kennen die Fotos von verschmutzten Stränden und Meeren, von Tieren die darunter leiden, ebenso wie das gesamte Ökosystem. Dagegen kann jeder Einzelne etwas tun: Steigen Sie bei Ihrem Strandspaziergang im Urlaub nicht einfach über angespülten Müll hinweg, sondern nehmen Sie ihn einfach mit und er gerät nicht ins Meer. Wir senden damit ein Zeichen an die Locals und kommen nicht selten auch auf diese Weise mit ihnen in Kontakt. Außerdem können wir damit auch etwas zurückgeben und den Tag ganz nebenbei für etwas Sinnvolles nutzen.

 

7. Nachhaltiges Reisegepäck

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Wir können auch beim Gepäck einiges für die Nachhaltigkeit tun. Beim Kauf der Kleidung sollte man darauf achten, wie und wo diese produziert wurde. Oftmals gibt es schon Outdoorjacken aus recyceltem Material oder T-Shirts aus Biobaumwolle. Durch den bewussten Kauf von Ausrüstung und Kleidung erspart man sich oftmals auch unnötige Käufe. Nicht alles muss neu gekauft werden, vieles kann auch einfach bei Freunden geliehen werden.
Es kommt allerdings nicht nur darauf an, was Sie kaufen, sondern auch wie viel Sie mit auf Reisen nehmen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie etwas im Urlaub benötigen, lassen Sie es einfach zu Hause und sparen Sie somit Gepäck, Platz im Flugzeug und damit letztlich auch Kerosin. Drucken Sie nur die absolut notwendigsten Dokumente aus und speichern Sie alle Dokumente lieber stattdessen digital.

 

8. Auf Märkten einkaufen

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Auch auf Reisen können Sie Verpackungsmüll vermeiden, indem Sie auf Märkten einkaufen gehen und die Supermärkte meiden, wo oftmals Obst und Gemüse in Plastik verpackt ist. Wenn sich die Möglichkeit bietet, besuchen Sie einen Markt und tauchen so in der Leben der Locals ein. Lassen Sie die Farben und Gerüche auf sich wirken und lernen Neues kennen.. Etwas zu kaufen oder zu probieren, was wir nicht kennen, ist zunächst ungewohnt. Dennoch entdeckt man durch die zunächst “unbekannten” Lebensmittel lokale Leckereien. Lassen Sie sich also nicht durch fremde Sprachen und andere Währung verunsichern, sondern probieren Sie die Sachen auf dem Markt. Dort ist alles frisch, echt, nachhaltig und auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

Weitere Tipps

  1. Lassen Sie keinen Müll und kein Plastik in der Natur zurück. Schön, wenn Sie picknicken möchten, aber nehmen Sie die Flaschen, Butterbrotbeutel und alle Arten von Verpackungen wieder mit und werfen Sie sie dorthin, wo sie hingehören, in den Müll oder in den Recyclingcontainer
  2. Besonders in Asien kann man oft wählen, ob man auf einer Plastikplatte oder auf einem Bananenblatt das Straßenessen serviert bekommt. Sie müssen nicht lange raten, was unsere Vorliebe ist … Ein Bananenblatt ist nicht nur viel umweltfreundlicher, es bietet auch eine authentische Erfahrung.
  3. Auf blueflag.org finden Sie alle Strände und Yachthäfen, die aktiv zu einer besseren Umwelt beitragen. Die blaue Flagge ist ein Markenzeichen und garantiert gutes Badewasser, saubere Strände mit Toiletten, Mülleimer und einen Erste-Hilfe-Posten. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass Sie nicht bis zu den Knien im Kunststoff stecken. Und das macht uns alle glücklich, oder?

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