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Insider Tipp: Königskrabben essen in Ushuaia

von Mehr Lisa Schamoni Supervisor, Reisespezialistin

24 Januar 2016

Mögt ihr Meeresfrüchte? Reisespezialistin Lisa tut es, und deshalb freute sie sich schon vor ihrer Reise durch Argentinien und Chile auf ihren Stopp in Ushuaia. Denn hier wird in vielen Restaurants die Königskrabbe serviert. Isst man in Deutschland vor allem Muscheln, Garnelen, Nordesskrabben oder der ein oder andere vielleicht auch mal einen Hummer, ist die Königskrabbe im Gegensatz dazu schon etwas Besonderes. Lisa erzählt euch von diesem kulinarischen Erlebnis. 

Die Königskrabbe, auch Monsterkrabbe oder Spinnenkrabbe genannt, ist eine große Krabbe, die an vielen Orten auf der Welt sehr gerne gegessen wird. Sie kann bis zu 10 kg wiegen und sehr groß werden. Von einer Bein-Spannweite von bis zu 1,80 Metern geht man aus! Das Vorkommen der wirklich beeindruckend großen Krustentiere beschränkt sich vor allem auf kalte Gewässer wie den nördlichen Atlantik, Pazifik und das Südpolarmeer. So auch vor der Küste Feuerlands, der Südspitze Lateinamerikas. Die Königskrabben gelten als Delikatesse und können in Ushuaia in vielen Restaurants genossen werden. Ich habe meine Chance während meiner letzten Reise durch Argentinien und Chile in Ushuaia genutzt und für euch mein ganz besonderes kulinarisches Erlebnis dokumentiert:

1. Die Krabbe wird lebendig in Aquarien in den Restaurants gehalten. So können sich die Gäste selbst eine Krabbe aussuchen. Der Koch persönlich holt die gewünschte Krabbe aus dem Becken. Ich suche mir ein Tier von ca. 2 Kilogramm aus. So ein Gericht ist eine echte Delikatesse und somit auch nicht ganz günstig: Die Kosten belaufen sich in meinem Fall auf etwa 30 Euro.

 

Koenigskrabben Koch

Der Koch holt die Königskrabbe aus dem Aquarium

 

2. Nachdem wir die Krabbe aus dem Wasser geholt haben, darf ich das lebendige, zappelnde Tier einmal kurz halten.

 

 

Lisa Koenigskrabbe halten

Lisa darf die Königskrabbe einmal halten

3. Nach kurzer Zeit, die Krabbe wird nur wenige Minuten in kochendem Salzwasser erhitzt, erhalte ich die Mahlzeit. Essbar sind die Beine und ein Teil des Körpers. Das Krabbenfleisch ist an der Oberseite rot und an der Unterseite weiß. Das Fleisch ist fest und zart zugleich und der Geschmack, vergleichbar mit Hummer, entwickelt sich langsam im Mund.  In Ushuaia isst man dazu traditionell als Beilage Kartoffeln, gekocht oder auch als Gratin. Außerdem einen gemischten Salat und „Salsa Golf“, eine Art Cocktailsoße. Als Getränk dazu empfiehlt sich ein trockener argentinischer Weißwein, den man selbst hier, im tiefsten Süden des Landes, bekommen kann.

 

Koenigskrabbe angerichtet

So wird die Königskrabbe auf dem Teller angerichtet

 

4. Ich bekomme eine scharfe Schere, mit denen ich längs die Beine aufschneide. So kann ich dann ganz einfach das zarte Fleisch auslösen. Hat man das Fleisch dann herausgelöst, isst man es mit den Händen, denn so geht es am leichtesten.

 

Koenigskrabbe Schere

Mit einer scharfen Schere kann man die Beine der Krabbe einfach aufschneiden

5. Das herauslösen des Fleisches ist ein wenig mühsam und dauert somit recht lang. Der Vorteil ist, dass man sich eine Königskrabbe in der Regel mit mehreren Personen teilt. Das macht so ein Essen zu einer sehr geselligen und gemütlichen Angelegenheit. Vor allem, wenn man in einem gut beheizten Restaurant sitzt und auf das raue, windige Wetter in Ushuaia hinausblicken kann.

 

Koenigskrabbe Fleisch

So sieht das herausgelöste Fleisch aus

 

6. Das meiste Fleisch ist in den Armen zu finden. Der scheinbar große Körper besteht vor allem aus Innereien und einer sehr harten Schale. Insgesamt kann man hier nicht viel Fleisch auslösen. Was am Ende übrig bleibt ist ein großer Berg orangener Schale.

 

Koenigskrabbe Schalen

Am Ende hat man einen Berg voller orangefarbenen Schalen

So ein Königskrabben-Essen ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Wenn ihr einmal in Ushuaia seid, solltet ihr euch das auf keinen Fall entgehen lassen.


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3 Kommentare
Steffi, 24. Januar 2016, 21:51 Uhr

Hat Spaß gemacht und es war echt lecker 🙂

Jörn Comes, 8. Februar 2016, 18:49 Uhr

Die Königskrabbe sieht ja toll aus. Haben wir uns in Ushuaia nicht getraut:-(((
Dafür sind die argentinischen Steaks umso genialer:-)))
Danke nochmals für die tolle Organisation der Rundreise Argentinien/Chile/Rio.

Lisa Schamoni, 11. Februar 2016, 16:55 Uhr

Hallo Herr Comes. Sie haben Recht, die argentinischen Steaks sind ebenfalls ein kulinarisches Highlight. Die habe ich neben der Königskrabbe selbstverständlich ebenfalls genossen! 🙂

Vielen Dank Ihnen noch einmal für Ihr tolles Feedback. Viele Grüße, Lisa Schamoni

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