Chichen Itza, bunte Städte und jede Menge Tacos: Eine Rundreise durch Yucatan

29 April 2020

Unsere Kundin Anna Häuser war in Mexiko unterwegs und erkundete zusammen mit ihrem Freund die bunte Halbinsel bei einer Yucatan Rundreise. Was die beiden vor Ort erlebten und welche tollen Orte sie besuchten, lesen Sie auf unserem Blog.

Unsere erste Fernreise sollte es werden. Mein Freund Dennis und ich waren uns schnell über unser gemeinsames Traumziel einig: Mexiko. Abseits vom Pauschalurlaub an der Costa Maya wagten wir uns auf einen Roadtrip durch Yucatan.

Unsere Yucatan Rundreise startete in Cancun

Zwölf Nächte, acht Hotels – Ein straffes Programm stand auf dem Plan, um während unserer Yucatan Rundreise in der kurzen Zeit möglichst viel von der traumhaften Halbinsel an Mexikos südlichem Drittel, sehen zu können. Unser Start war in Cancun. Dort wurden wir von einem Fahrer abgeholt und zu unserem Ziel für die ersten zwei Nächte gebracht: Playa del Carmen. Wir waren in einem süßen Hotel am Strand untergebracht, dass um eine kleine Cenote gebaut wurde. Dadurch wirkte es nicht so bunkerartig, wie viele andere Hotels. Obwohl wir den entspannten Start in den Urlaub nach dem langen Flug und die Zeit am Strand genossen, waren wir froh, als es dann mit unserem Roadtrip losging.

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Valladolid und die Cenote Dzitnup

Auf dem Weg von der Küste in den Dschungel erreichten wir als erstes Valladolid – ein kleines, süßes Städtchen mit einigen bunten Häusern im Kolonialstil, einem Dorfplatz und einer Kirche. Perfekt für einen kurzen Stopp auf unserer Rundreise. Absolut empfehlenswert ist hier das Restaurant El Atrio. Von außen wirkt das Lokal eher unspektakulär. Geht man aber weiter nach innen, landet man auf einer paradiesischen Terrasse unter Palmen. Das Personal ist sehr freundlich, die Tacos werden noch authentisch von auf dem Boden sitzenden mexikanischen Frauen per Hand gemacht und die Margheritas sind extrem lecker. Wenn man Glück hat, sieht man sogar die freilaufende Schildkröte des Lokals.
Anschließend ging es in die Cenote Dzitnup. Besonders toll ist hier, dass man nur einmal Eintritt zahlt und gleich zwei Cenoten (Xkeken und Samula) besuchen kann. Beide liegen unterirdisch und sind spektakulär. Wir waren nachmittags dort und konnten fast alleine in den mystischen Höhlen schwimmen. Umkleiden und Toiletten sind auch vorhanden.

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Eine traumhafte Hacienda und Chichen Itza

Nach einer kurzen Fahrt waren wir an unserer nächsten Unterkunft – und die hatte alles, was man sich vom typischen Mexiko verspricht: Das Haupthaus mit Restaurant war in den Räumen einer alten Hacienda untergebracht, deren Charme noch deutlich zu spüren war. Vor den einzelnen Bungalows hingen bunte Hängematten. Im tropischen Garten wuchsen Bäume, die bestimmt schon 250 Jahre alt waren. Getoppt wurde das nur noch von dem Pool, der mitten in den Dschungel gebaut schien. Ein echtes Paradies also. Das Beste war allerdings, dass das Hotel durch seinen Garten und einen Hintereingang mit der Anlage von Chichen Itza verbunden war – dem Ausflugsziel für unseren nächsten Tag.

Chichen Itza gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe – und ist deshalb ein echter Publikumsmagnet und eines unserer Highlights auf der Yucatan Rundreise. Den Andrang am Haupteingang umgeht man als Gast der Hacienda. Das Personal des Hotels hat uns sogar, während wir gefrühstückt haben, bereits die Tickets am Vordereingang gekauft. Die braucht man nämlich, bevor man durch die Hintertür auf das Gelände darf. Durch die Lage des Hotels und das frühe Aufstehen gehörten wir zu den ersten auf dem Gelände von Chichen Itza. Unser Tipp: Nehmen Sie sich auf jeden Fall einen Guide. Wir haben es leider nicht gemacht und es hat uns stellenweise die Hintergrundinfo zur Geschichte gefehlt, um diese Mayastätte wirklich so beeindruckend zu finden, wie wir es mit Sicherheit hätten tun sollen. Andere Mayastätten haben uns später mit einem Guide nämlich noch mehr begeistert – dazu später mehr. Trotzdem gehörte Chichen Itza für uns zu den „Must Sees“ auf unserer Tour durch Yucatan.

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Izamal – La Ciudad amarilla

Nach einem kurzen Erfrischungsbad im Pool der Hacienda ging es für uns weiter in die gelbe Stadt Izamal, oder wie die Mexikaner sagen, „la ciudad amarilla“. Und das ist hier wörtlich zu verstehen. Jedes, wirklich jedes Haus ist in ein und demselben Gelbton gestrichen. Das sieht zwar surreal aus, hat aber definitiv seinen Charme. Unser Bed & Breakfast war einfach, trotzdem können wir es mit seinen kleinen Bungalows in dem süßen Garten, Hängematten und dem extrem freundlichen Personal uneingeschränkt weiterempfehlen.
In Izamal haben wir nur eine Nacht verbracht – vollkommen ausreichend für das ruhige Städtchen. Wir haben unseren Zwischenstopp hier sehr genossen, da man in Izamal noch deutlich mehr in Kontakt zum wahren Mexiko kommt als in Touristenmetropolen wie Cancun oder Playa del Carmen.

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Die bunte Stadt Campeche

Von Playa del Carmen über Vallaldolid nach Chichen Itza, weiter nach Izamal – all diese Orte hatten wir bereits im ersten Teil unserer Yucatan Rundreise besucht. Von den insgesamt zwölf Nächten im Traumreiseziel Mexiko blieben uns nun noch sieben übrig.

An der Westküste der Yucatan-Halbinsel angekommen kamen wir in Campeche unter. Hier gab es anscheinend nur noch pastellfarbene Wandfarbe zu kaufen, da sich im Ortskern Häuser in blass-rosa, hellblau und mintgrün nur so aneinanderreihen. Unser Hotel lag mitten in der Fußgängerzone. Voller Vorfreude machten wir uns am nächsten Tag auf eine fünfstündige Autofahrt, mit der die zweite Hälfte unserer Yucatan Rundreise beginnen sollte.

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Von Campeche an der westlichen Küste Yucatans aus ging es für uns mit unserem Mietwagen nun südlich fast bis an die Grenze Guatemalas, nach Palenque. Allein die Fahrt dorthin sollte uns in Erinnerung bleiben. Nach circa einer Stunde Fahrtzeit machte die fast unbefahrene Autobahn eine Kurve und plötzlich standen wir praktisch am Strand. Keine Zwei Meter von der Beifahrertür entfernt ging die Autobahn nahtlos in einen traumhaften Strand über. Dieser grenzte an ein Meer, das so ruhig und wellenlos war, dass seine Oberfläche an ein Seidentuch erinnerte. Wir waren sprachlos. So eine märchenhafte Kulisse direkt an der Autobahn? Das gibt es wohl nur in Mexiko. Selbstverständlich mussten wir einen kurzen Zwischenstopp am Straßenrand einlegen.

Nach weiteren vier Stunden Autofahrt kamen wir an unserer Unterkunft in Palenque an – mitten im Dschungel. Das merkte man auch deutlich an der Luftfeuchtigkeit. Praktisch in dem Moment als wir das Auto verließen, waren wir nass. Ob durch Schweiß, die hohe Luftfeuchte oder eine Mischung aus beidem, wissen wir nicht. Den Abend ließen wir ruhig am Hotelpool ausklingen, da wir am nächsten Morgen zu den Mayaruinen von Palenque aufbrechen wollten.

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Mystisches Palenque

Mitten aus dem Dschungel ragen sie empor: die Mayaruinen von Palenque. Der neblige Dunst des Urwaldes steigt langsam an – die Atmosphäre hat etwas Mystisches. Wir waren begeistert! Im Vergleich zu Chichen Itza, dessen Ruinen auf einer flachen Wiese stehen, war Palenque allein von der Anlage gesehen und auch ohne Guide schlicht beeindruckend. Auf viele der Ruinen konnte man sogar hochklettern und die Aussicht genießen. 100%ige Weiterempfehlung von uns! Auch wenn man sich Zeit lässt beim Besichtigen, muss man für Palenque nicht mehr als drei Stunden einplanen.

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Calakmul – anstrengend aber atemberaubend

Die wohl anstrengendste Tour stand uns am nächsten Tag bevor. Bereits um halb sieben morgens sind wir von Palenque Richtung Osten nach Calakmul aufgebrochen. Calakmul ist eine der unberührtesten Mayastätten in Yucatan, da sie sehr abseits liegt. Nach vier Stunden Autobahn bogen wir rechts ab in den Urwald. Hier hat die schlechte Straße alles von unserem kleinen Mietwagen abverlangt. Nach weiteren zwei kräftezehrenden Stunden auf der holprigen Straße waren wir angekommen. Der Vorteil: Touristenbusse sucht man hier vergebens. Gerade einmal acht Autos standen auf dem kleinen Parkplatz. Für uns hatte sich der anstrengende Weg gelohnt. In Calakmul stehen unter anderem zwei über 50 Meter hohe Mayapyramiden, auf die man tatsächlich noch hochklettern darf. Das ist dank der schmalen und hohen Stufen und der Mittagshitze gar nicht so einfach, der Ausblick zahlt sich aber aus: Dschungel, soweit das Auge reicht. Lediglich die zweite Mayapyramide ragt aus dem Dicht an Bäumen hervor. Nach dem Abstieg fuhren wir zwei weitere Stunden zu unserer Unterkunft in Chicanna, die schlicht, aber sehr schön war.

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Traumhaftes Tulum

#Instagramworth wo man nur hinschaut: In Tulum regieren die Hipster. Trotzdem fühlten wir uns auf Anhieb wohl. Das lag wahrscheinlich vor allem an unserem süßen, kleinen Hotel am Strand und den Boho-Vibes, die allgegenwärtig waren. Tulum war für uns vor allem zum runterkommen nach der aufregenden Rundreise gedacht. Hier haben wir direkt zu Beginn das Auto abgegeben (#bybyeGol) und vier erholsame Nächte verbracht. Ein Muss in Tulum: ein Fahrrad mieten. Das ist auf jeden Fall die beste Methode am Strandabschnitt von A nach B zu kommen. Auch zur Grand Cenote (auch #instagramworthy) braucht man damit nur gut dreißig Minuten. Zwei Sachen gibt es im hippen Tulum aber auch zu sehen: Algen, die ab und zu auftauchen können und für einen beliebten Ferienort typisch auch höhere Kosten. Trotzdem würden wir auch Tulum jederzeit wieder besuchen. Einfach vorher ein bisschen aufs Geld achten, dann schmerzen die Rechnungen in Tulum nicht zu sehr. Empfehlungen, um den Geldbeutel zu erleichtern: Posada Margherita, Gitano, Matcha Mama. Ansonsten: jedes Lokal wo es Fisch-Tacos oder Tacos con Camaron (Garnelen) gibt (#musteat).

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Fazit unserer Yucatan-Rundreise

Alles in allem hat uns mit unserer Tour durch Mexiko das Fern- und Rundreise-Fieber gepackt! Wir werden, sofern es Geld und Zeit zulassen, noch sehr viel von dieser Welt sehen. Mit erlebe-fernreisen haben wir uns auch auf unserer Yucatan Rundreise durch dieses nicht ganz ungefährliche Land zu jeder Zeit gut aufgehoben gefühlt.

Sie wollen auch die bunte Halbinsel von Mexiko entdecken? Dann schauen Sie gerne auf unserer Webseite vorbei! Unsere erfahrenen Reisespezialisten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn es wieder heißt die schönste Zeit des Jahres zu planen!

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