Caye Caulker – Startpunkt eines unvergesslichen Segeltrips

von Mehr Verena Hartmann Reisespezialistin

2 Juli 2019

Super, der Urlaub ist genehmigt. Es geht für uns drei Wochen nach Mexiko – die Vorfreude ist groß! Aber wie wäre es mal mit einem Highlight, das noch nicht so viele gemacht haben? Mein Freund und ich fanden genau das ansprechend, unseren Urlaub mit einem weiteren besonderen Highlight zu versehen. Wenn wir schon einmal so lange fliegen, lohnt es sich noch einen Abstecher zum anliegenden Land Belize zu machen. Uns ist die Entscheidung daher leicht gefallen den Baustein: „Mit dem Segelboot von Caye Caulker nach Dangriga“ auszuwählen. Wussten Sie, dass das Riff dort das zweitgrößte der Welt ist?

Ankommen in Caye Caulker

Nachdem wir von Chetumal in Mexiko mit dem Wassertaxi nach Caye Caulker in Belize eingereist sind, hatten wir erstmal zwei Übernachtungen in einem Hotel direkt in der Nähe vom Hafen. Das Motto dieser Insel ist „go slow“. Wir haben das Reggae Feeling deutlich gespürt und uns direkt von dieser tollen Atmosphäre mitreißen lassen. Auf Caye Caulker fahren nur Golfcarts, Fahrräder oder man geht zu Fuß über die maximal 8 km lange Insel. Das entschleunigt natürlich die Fortbewegung – „go slow“ eben.
Am Vortag der Segeltour trafen wir dann auf unsere weiteren Mitreisenden und bekamen Hinweise und hilfreiche Tipps von den Organisatoren. Damit wir kein unnötiges Gepäck mitschleppen, wurde uns dazu geraten lediglich eine Tasche pro Person mit dem Nötigsten zu packen. Bikini und Flip Flops würden fast reichen, spotten die anderen Reiseteilnehmer. Und sie haben Recht. Der große Koffer wurde unter Deck des Schiffes sicher verstaut und wir beschränkten uns tatsächlich auf das Nötigste, wobei Sonnencreme auf keinen Fall fehlen durfte.
Die Ragga Queen war nun unser Schiff für die nächsten Tage. Wir wurden vom Küchenchef Andre, Stuart Marvin und Kapitän Shane sehr gut betreut. Die drei haben uns wirklich mit viel Spaß an ihrer Arbeit jeden Tag überrascht – ob als Entertainer, Guide oder Spitzenkoch. Uns fehlte es auf dem Boot an wirklich gar nichts. Die Schnorchelausrüstung sowie Essen und verschiedene Getränke wurde während der Drei-Tages-Tour alles gestellt. Zwischendurch gab es Snacks wie frisches, saftiges Obst oder Chips. Für alle war auf jeden Fall etwas dabei.
Der Wind stand nicht zu unseren Gunsten, daher half der Motor des Schiffes uns, schneller voran zu kommen. Während der Fahrt konnten wir uns entweder unter Deck im Schatten etwas abkühlen oder die Sonne und die Aussicht auf dem Deck genießen. Es war immer wieder faszinierend die verschiedenen Blautöne des Wassers sowie den endlos erscheinenden Horizont zu genießen. Da wird die Aussicht auch wirklich atemberaubend, wenn man hier und da sogar bis auf den Grund schauen kann.

Caye Caulker Segelboot der Segeltour

Ragga Queen – unser Segelboot für die kommenden Tage

Schnorchelgänge in türkis-blauem Wasser

Am ersten Tag machten wir insgesamt drei Schnorchel-Gänge im zweitgrößten Riff, nach dem Great Barrier Reef in Australien. Der Kapitän kannte alle Fische und auch die Korallen, sodass er uns stets informierte, was wir da gerade zu sehen bekommen. Er und Marvin gingen immer mit uns zusammen von Bord, sodass wir gute Guides dabei hatten. Die Unterwasserwelt vor der Küste von Caye Caulker und den umliegenden Inseln war wirklich faszinierend. Und nicht nur dort, während der drei Tage machten wir an verschiedenen Schnorchelspots Halt und konnten Mantarochen beobachten, mit Schildkröten schwimmen und haben sogar eine Seekuh beobachtet. Sie glitt kurz vor uns in aller Seelenruhe galant durch das Wasser. Ganz abzusehen von den tollen Farben der vielen bunten Fische und Korallen, die es zu sehen gab. Gerade mal knapp zwei Meter unter der Wasseroberfläche war alles sehr nah und gut zu sehen. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, inmitten der verschiedensten bunten Farben zu schwimmen und weit und breit die Einzigen zu sein.
Zwischen den Schnorchelgängen gab es Snacks und nach dem letzten Stopp wurde musikalisch die Happy Hour eingeläutet. Chef Andre hat es sich nicht nehmen lassen, einen köstlichen Rumpunsch zu servieren. Meiner Meinung nach gibt es fast kein besseres Urlaubsfeeling als wenn man an Deck eines Schiffes in der Sonne liegt, ein kühles Getränk in der Hand hat und Aussicht über auf tiefblau und türkises Wasser sowie einsame Inseln genießt und im Hintergrund Bob Marley läuft.

Schnorcheltour im karibischen Meer

Einer der Schnorchel-Gänge mit dem Guide

Segelfahrt mit Rumpunsch

Kapitän Shane mit Rumpunsch

Rendezvous Caye: Erster Stopp auf einer einsamen Insel

Am ersten Nachmittag steuerten wir dann Rendezvous Caye an. Eine Insel nicht größer als ein Fußballfeld, um dort ganz alleine mit der Crew und den 16 Mitreisenden zu übernachten. Hier haben wir gemerkt wie ruhig und entspannt eine einsame Insel mitten im Meer ist. Es gibt keinen Handyempfang und kein WLAN. Das war wirklich perfekt zum Abschalten und Seele baumeln lassen. Zu zweit haben wir unser Iglu-Zelt aufgebaut und dann gab es auch schon Abendessen. Wir saßen alle gemütlich zusammen an Holztischen und ließen uns Kartoffelgratin, Speckbohnen, Reis und den Fang des Tages schmecken. Während der Fahrt hat Marvin vom Boot aus fleißig geangelt und mit Spearfishing unter Wasser einen Barrakuda und drei essbare, nicht geschützte Fische fangen können. Es ist wirklich wichtig die Natur während dieser Reise nicht zu schaden und sich an die Vorschriften zu halten, um nachhaltig unterwegs zu sein. Daher war es auch wichtig, mindestens eine halbe Stunde vor dem nächsten Schnorchelgang die Sonnencreme schon aufzutragen.
Die provisorische Getränkebar auf der Insel ließ keine Wünsche offen. Es gab neben verschiedenen Fruchtsäften auch einige Rum-Sorten und die Spezialmischung, den Rumpunsch. Abends spielten wir noch „Zume Zume“ – ein interessantes Denk- und Klatschspiel, was der Kapitän uns beibrachte. Gemeinschaftlich lachten wir bis in die späten Abendstunden, ehe uns die Müdigkeit in das Zelt holte. Es heißt, dass der Sternenhimmel wirklich atemberaubend sein soll, da es auf der Insel keine störenden Lichter gibt. Allerdings blieb uns dies vergönnt, da es ziemlich bewölkt war.
Nach einem hervorragenden Frühstück aus Rührei, Bohnen, Toast, Kaffee oder Tee, gingen wir wieder an Bord, um weitere besonderen Tiere zu entdecken und die faszinierende Natur zu genießen.

Aussicht auf Rendezvous Caye

Aussicht auf Rendezvous Caye

Rendezvous Caye

Unser Lager auf der Rendezvous Caye

Karibisches Paradies Ragga Caye

Am Ende des Tages legten wir dann an Ragga Caye an, eine ebenso große Insel wie zuvor, die der Veranstalter gemietet hat, um diese selber betreiben zu können. Hier wurde das Regenwasser aufgefangen und mit Hilfe von Solarenergie wurde etwas Strom betrieben. Es gab sogar Internet! Aber nachdem wir die letzten zwei Tage hervorragend ohne ausgekommen waren, entschieden wir uns dazu das Passwort nicht anzufragen.
Die Insel war schnell umrundet und wir haben wirklich tolle Bilder machen können. Unglaublich, aber der letzte Abend war schon gekommen. Für die zweite Nacht haben wir dann kleine Holzhütten bezogen. Beim Angeln waren wir an diesem Tag nicht ganz so erfolgreich. Marvin und Shane hingegen schon mit der Harpune, während wir das Geschehen bei dem Schnorchel-Gang beobachten konnten. Der Küchenchef zauberte daraus dann wieder wunderbares Essen und wir haben noch einmal in gemütlicher Gruppenatmosphäre bei einem selbst gemixten Cocktail den Tag Revue passieren lassen.
Die Sonne und der leichte Wind haben uns am nächsten Morgen aus den Federn geworfen. Es war leider tatsächlich schon der letzte Tag und somit auch Rückreise angesagt. Vorher haben wir noch einmal gut gefrühstückt und sind auf einen letzten Ausflug mit unserem Boot, der Ragga Queen, gefahren. Der Kapitän Shane bewies mal wieder ein gutes Händchen und wir sahen eine ganze Gruppe von Seekühen vom Boot aus. Allerdings darf man nicht in das Wasser springen, wenn man die Tiere vom Boot aus sieht, das dient dem Schutz der Tiere. Es war dennoch wirklich bemerkenswert wie leicht sich diese großen Tiere im Wasser bewegen. Nachdem wir an einem anderen Punkt noch weitere Fisch- und Korallenarten sowie eine richtig tolle Begegnung mit einer Schildkröte hatten, ging es für uns ein letztes Mal zurück auf die Insel.

Schnorchelgang im türkis-blauen Wasser

Schnorchelgang im türkis-blauen Wasser

Ragga Caye

Entspannt auf Ragga Caye

Rückweg nach Dangriga

Wir hatten Zeit, um unser Gepäck mit unserem Koffer für die Weiterreise noch einmal zu reorganisieren. Nach einem wiederum vorzüglichen Mittagessen hieß es Abschied nehmen von der Crew, vom Boot und den einsamen Inseln. Ein Schnellboot holte uns am Steg von Ragga Caye ab und brachte uns zum Festland. Eine Entfernung von circa 89 km haben wir über Wasser von Caye Caulker nach Dangriga zurückgelegt. Von Dangriga aus sind die Überlandwege einfacher, um zu seiner nächsten geplanten Destination zu kommen. Unsere Reise am heutigen Tag endete mit einer Busfahrt durch das Landesinnere von Belize bis nach Belize City. Am Abend kamen wir müde, aber glücklich von den tollen Erlebnissen und Erfahrungen und den wirklich atemberaubenden Bildern in unserem Hotel an. Ganz schnell verfielen wir in Träumen von der Reise, mit einem leisen Raggae Ohrwurm im Kopf.

Caye Caulker Segelcrew

Abschied nehmen von der tollen Crew und den anderen Reisenden

Wir traten diesen Trip mit dem Wunsch nach etwas Besonderem an – genau diese Erwartungen wurden erfüllt. Die Crew, die wunderbare Natur und die Möglichkeit komplett zu Entspannen – eine wunderbare Kombination, die wir jederzeit wieder buchen würden. Wollen auch Sie ein besonderes Highlight erleben? Dann schauen Sie sich unseren Caye Caulker Segelboot-Baustein an. Unsere Reisespezialisten planen gerne mit Ihnen zusammen Ihre ganz individuelle Mexiko-Belize-Kombireise.

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