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Zwei Dinge über Bhutan – gar nicht mal so teuer und ziemlich glücklich

von Mehr Valerie Bold Produkt- und Projektmanager

1 Oktober 2015

Viele Leute denken bei „Bhutan“ an teure Tagespauschalen und das Bruttonationalglück. Man hat diese Begriffe schon mal in Verbindung mit Bhutan gehört, aber so richtig weiß man doch nicht, was genau damit gemeint ist. Produktmanagerin Valerie erklärt, was es damit auf sich hat:

 

Tigernest Person

Produktspezialistin Valerie vom dem Tigernest

 

Die Tagespauschale für alle Reisenden in Bhutan

Die Tagespauschale existiert tatsächlich und muss für jeden Reisenden entrichtet werden. Sie ist von der Regierung vorgegeben und diese bestimmt auch deren Höhe. Auf den ersten Blick wirkt diese Pauschale auch nicht gerade niedrig, aber sie enthält eben viele Leistungen für den Reisenden. Ein fester Anteil des Betrags geht an die Regierung selbst. Das Geld, das so eingenommen wird, wird zum Beispiel für soziale und wirtschaftliche Zwecke genutzt. Auch die Bhutaner selbst zahlen Steuern, die in diesen Topf fließen. Jedes Jahr wird dann neu geprüft, wo Bedarf besteht und das Geld wird entsprechend verteilt. Es wird zum Beispiel für den Ausbau der Infrastruktur in ländlichen Gebieten, für das Gesundheits- oder auch für das Schulwesen genutzt. Somit leisten sie als Tourist einen Beitrag zur Entwicklung Bhutans.

Der andere Teil der Tagespauschale  wird für Ihre eigene Reise eingesetzt. Sie reisen mit einem bequemen, neuen Auto mit eigenem Fahrer. Zusätzlich begleitet Sie ein Englisch sprechender, gut ausgebildeter Guide während Ihrer gesamten Reise. Sie übernachten mal in einfachen, mal in komfortablen Hotels. Alle Mahlzeiten sind inklusive sowie Tee, Kaffee und Wasser. Sie machen vor Ort verschiedene Ausflüge und die Eintrittsgebühren werden übernommen. All diese Leistungen sind in der Tagespauschale inklusive. Kosten hierfür entstehen natürlich vor Ort, aber ihr Guide übernimmt die Bezahlung der Rechnungen. Sie selbst haben vor Ort nur noch wenige Ausgaben, je nach Ihrem persönlichen Bedarf. Wenn Sie zum Beispiel eine Cola oder ein Bier bestellen, dann zahlen Sie 1 € bzw. 2,50 €. Wenn Sie ein  typisch bhutanisches Hot Stone Bath ausprobieren wollen, dann rechnen Sie mit 15 €.

 

Kleiner Pass westlich von Jakar

Mit dem Mietwagen auf einem kleinen Pass in der Nähe von Jakar

 

Meri Puensum Resort Punakha

Leckeres Essen in einer Unterkunft in Bhutan

 

In Bhutan können Sie viele verschiedene Trekkings machen und dabei Land und Leute noch besser kennenlernen. Auch wenn Sie ein Trekking machen gilt die selbe Tagespauschale. Vielleicht denken Sie, dass es nicht gerechtfertigt ist, einen so hohen Preis zu zahlen, wenn Sie selbst wandern und im Zelt übernachten. Aber auch hier werden Sie wieder gut versorgt. Sie werden von einem Koch und einem Hilfskoch begleitet, einem Guide, einem Träger und Ponys, die das große Gepäck tragen. Essen und Wasser sind natürlich auch dabei.

In Bhutan gibt es mehrere Monate, die in die Hauptsaison fallen: März bis Mai sowie September bis November. Die anderen Monate gehören zur Nebensaison. Grob gesagt herrscht in der Hauptsaison das bessere Wetter mit klareren Sichten. Der Rhododendron blüht und an vielen Orten werden Tempelfeste gefeiert. In der Nebensaison ist es öfter mal bewölkt und es kann regnen. Dafür sind weitaus weniger Reisende unterwegs. Preislich gesehen macht es allerdings einen deutlichen Unterschied und von daher ist es durchaus eine Überlegung wert, in der Nebensaison zu reisen.

Trotz allem bleibt Bhutan im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern ein teures Reiseland und das schreckt viele ab. Der Vorteil davon ist natürlich, dass das Land nicht überlaufen ist. Durch die Art des Reisens – mit privatem Fahrer und persönlichem Guide – kann zudem der Tourismus besser gesteuert werden. So kann der Tourismus weniger negative Effekte auf die lokale Kultur ausüben, was in vielen anderen Ländern der Fall ist.

 

Bild Königsfamilie Bhutan

In vielen Häusern Bhutans hängt ein Bild der Königsfamilie

 

Jampey Lhakhang Chokhor Valley Bumthang (5)

Der Jampey Lhakhang Tempel im Chokhor Valley

 Das Bruttonationalglück und das Ziel glücklich zu sein

Die Wahrung der lokalen Kultur und Tradition passt auch gut zum Thema des Bruttonationalglücks. Das Bruttonationalglück ist nicht einfach so daher gesagt, sondern ein echtes Prinzip. Es ist in der bhutanischen Verfassung fest verankert und  wird als Ziel verfolgt. Jigme Singye Wangchuck, der Vater des jetzigen Königs, hatte in den 1970er Jahren die Idee dazu. Er hatte sich westliche, entwickelte Staaten angeschaut und deren Fehler in der Entwicklung analysiert. Nach seinen Erkenntnissen sollte das Wirtschaftswachstum nicht das alleinige Kriterium für den Erfolg seines Staates werden. Er hat stattdessen vier Säulen definiert, die für eine umfassende, nachhaltige Entwicklung Bhutans ausschlaggebend sein sollen und auf denen das Bruttonationalglück basiert. Das sind Wahrung der Kultur und Traditionen, der Schutz der Umwelt, ausgeglichene Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur und ausgeglichene Regierungs- und Verwaltungsstrukturen. Diese vier Dinge braucht der Mensch, um glücklich zu sein. Und wenn der Mensch glücklich ist, dann kommt das Wirtschaftsprodukt von alleine. Vielleicht geht die Entwicklung so langsamer voran, aber dafür viel nachhaltiger. Wenn heute beispielsweise neue Projekte geplant werden, wird dieses von der zuständigen Kommission geprüft. Sollte das Projekt auf eine oder mehrere der vier Säulen einen negativen Effekt haben, wird es nicht genehmigt.

Dieses Prinzip macht den Charme Bhutans aus und grenzt es deutlich von anderen Ländern in dieser Region ab. Wenn Sie aus Nepal oder Indien kommend durch Bhutan reisen, werden Ihnen sicherlich schnell die Unterschiede auffallen. Das fängt schon bei einfachen Sachen an. Z. B. werden Sie keinen Müll entlang der Straße sehen. Häuser, auch neue Gebäude, werden im traditionellen Stil errichtet.

 

Haus Chokhor Valley Bumthang (12)

Ein modernes Haus in traditioneller Architektur in Bhutan

 

Eins noch: Eine Sache, an die natürlich auch viele Menschen denken, wenn Sie Bhutan hören, ist: das Tigernest. Und ich kann Ihnen sagen, wenn man nach der zweieinhalbstündigen Wanderung den Berg hinauf davor steht und sieht, wie es da am steilen Berg hängt, ist das tatsächlich ein tolles Erlebnis.

Tigernest Taktshang

Das Taktshang oder auch Tignernest-Kloster schmiegt sich eng an den Fels und ist nur zu Fuß erreichbar.


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2 Kommentare
Schmidt andrea, 13. September 2018, 17:49 Uhr

Halli Valerie,
Zu Buthan, an welchen Wochentagen gehet die Rundreise los? Wir planen ab dem 14/15.okt.2019 für 2 Wochen.

Claudia Neukirch, 14. September 2018, 09:21 Uhr

Hallo Frau Schmidt,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Unsere Rundreise in Bhutan werden alle individuell durchgeführt und können somit jeden Tag starten.
Rufen Sie uns gerne an oder füllen Sie unser Anfrageformular mit Ihren Reisewünschen aus. Wir Reisespezialisten sind Ihnen gerne bei der Reiseplanung behilflich.
Viele Grüße
Reisespezialistin Claudia Neukirch

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