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Besondere Begegnungen in Myanmar

von Mehr Mara Tomberg Reisespezialistin

13 September 2016

Myanmar abseits der touristischen Pfade kennenlernen

Am frühen Morgen werde ich von meinem Guide Francis und unserem lokalen Fahrer abgeholt und nach Pin Tauk gebracht, einem Dorf der Lahu Minderheit. Dort startet unser heutiges Trekking durch die wunderbar grüne Berglandschaft und drei umliegende Dörfer. Francis lebt und arbeitet schon seit 13 Jahren in dieser Region und erzählt mir Einiges über das Leben und die Bräuche der dort lebenden ethnischen Minoritäten.

Das erste Dorf liegt am Rande der Berge. Ich erblicke eine alte, kaputte Kirche und kann den Duft lokaler Speisen ausmachen, die an den wenigen Straßenständen verkauft werden. Auch einige Reisbauern und Landarbeiter mit Tieren sind unterwegs auf dem Weg zu ihrer täglichen, mühsamen Arbeit.

Marode Kirche in myanmar

Die Kirche am Rand des ersten Dorfes auf unserem Trekking.

 

Reisbausern bei der Arbeit auf den Feldern in Myanmar

Reisbauern bei der Arbeit auf den Feldern.

 

Auf in die Berge!

Wir wandern weiter, hoch in die Berge, und der Weg wird immer steiler. Aber die Anstrengung wird mit einem beeindruckenden Ausblick auf die umliegende Natur belohnt: Fruchtbare Reisfelder und dichte Wälder, zwischen denen die Dächer der benachbarten Dörfer hervorlugen.

Ausblick über die Reisfelder

Ausblick über die Reisfelder.

 

Dort kann man den Blick in weite Ferne schweifen lassen

Hier oben kann man den Blick in weite Ferne schweifen lassen.

Auf dem Weg nach oben erreichen wir ein Dorf der „Ann“. Eine Besonderheit der Bewohner ist das Färben der Zähne der Frauen mit schwarzer Kohle. Dies zeigt, ob eine Frau verheiratet oder verlobt ist, und gilt als Symbol für Schönheit. Die Frauen laden uns herzlich ein, ihr Zuhause zu besuchen, bringen uns Tee und burmesische Spezialitäten, wie getrocknete Frösche. Bei einem gemeinsamen Foto nimmt mich eine der Bewohnerinnen herzlich in den Arm und verkündet in sehr holprigem Englisch, wir seien nun Freunde. Die Gastfreundschaft und Offenheit rührt mich sehr und ich bin schließlich etwas bedrückt, diese Menschen so schnell wieder verlassen zu müssen.

Frauen färben sich die Zähne zum Zeichen ob sie verheiraten sind

Frauen färben sich die Zähne zum Zeichen, ob sie verheiraten sind.

 

"Ann"-Dorfbewohnerin mit Kind

So viel Gastfreundschaft habe ich nicht erwartet!

Als wir letztendlich oben am höchsten Punkt unserer Wanderung angekommen sind, erwarten uns ein Dorf der Akha und ein spektakulärer Ausblick auf die Berge um Keng Tung. Auch heruntergekommene Hütten fallen mir ins Auge und einige ärmlich bekleidete Kinder kommen mir freudig strahlend entgegen gerannt.

Kind im Dorf der Akha

Ein Kind kommt uns freudestrahlend entgegen gerannt.

 

Heruntergekommene Hütten im Dorf der Akha

Aber auch viele einfache Hütten fallen mir hier auf.

 

Herzlicher Empfang bei den Burmesen

Hier herrscht noch einmal ein ganz anderer Lebensstandard, als in den zuvor besuchten Dörfern. Francis erzählt mir, dass es für die Kinder keine Schule gibt und die Bewohner nur Medikamente erhalten, wenn die wenigen Touristen diese als Geschenk mit nach oben bringen.

Wieder werden wir in eine Hütte der Dorfbewohner eingeladen. Immer mehr Kinder versammeln sich in dem kleinen Häuschen und auch ein paar alte Frauen gesellen sich zu uns. Zusammen sitzen wir auf kleinem Raum in dem brüchigen Zuhause und versuchen uns untereinander zu verständigen. Ich verstehe zwar kein Wort, aber das gutmütige Lächeln der Menschen sagt mehr als tausend Worte. Die strahlenden Augen der Kinder, als wir die für sie mitgebrachten Süßigkeiten und Vitamine auspacken, lassen einem das Herz aufgehen.

Dorfbewohner der Akha in Myanmar

Immer mehr Dorfbewohner versammeln sich in der Hütte.

 

Mitgebrachte Süßigkeiten werden an die Kinder verteilt

Der kleine Junge schaut zunächst skeptisch auf die mitgebrachten Bonbons.

Die zunächst etwas scheuen Kinder verlieren schnell ihre Berührungsängste. Alle lachen gemeinsam und haben Spaß, ich bin beeindruckt von so viel Lebensfreude und Zusammenhalt angesichts der unangenehmen Lebensumstände. Ich denke, ein ärmliches Leben in einem kleinen Dorf wie diesem schweißt zusammen und man merkt, dass jeder für den anderen da ist und man sich umeinander kümmert.

Reisespezialistin mit Kindern und Frauen der Akha

Die Kinder verlieren schnell ihre Berührungsängste…

 

Kinder Akha in Myanmar

… und haben viel Spaß mit meiner Kamera.

Am Ende des Tages und zurück im Hotel denke ich noch viel über meine heutigen Erlebnisse und Eindrücke nach. Die offensichtliche Armut hat mich zunächst erschreckt, aber diese Menschen besitzen so viel mehr als materielles Hab und Gut: Die Gabe des Zufriedenseins. Und das ist weit mehr, als viele Menschen von sich behaupten können.

Wenn Sie mehr zu meinen Erfahrungen wissen möchten, dann besuchen Sie doch unseren virtuellen Infoabend am 28. September um 19 Uhr. Sie können es sich zu Hause bequem machen und dabei viele Infos von uns erhalten oder Fragen stellen, die Sie immer schon interessierten. Melden Sie sich dazu einfach auf dieser Webseite an: https://attendee.gotowebinar.com/register/1240186820679799812. Wir freuen uns auf Sie!

 

virtueller Infoabend: Myanmar's Schätze

Virtueller Infoabend: Myanmars Schätze


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2 Kommentare
Schneider Agnes, 26. November 2017, 10:36 Uhr

ja, Myanmar ist wirklich einmalig. Und vor allem die Gegend um Kengtung bietet sooooo vieles! Auch wir waren mit Francis bei den Akhas und weiteren Einheimischen-Gruppierungen. Wir werden das nie vergessen! Es war so interessant und Francis ermöglichte uns – dank seiner Sprachkenntnisse und des Englischen – sehr spannende Gespräche. Mein Mann und ich haben wohl noch nie so viel philosophiert in einem Urlaub. Ich werde diese Reise mit „erlebe Fernreisen“ nie mehr vergessen.

Jana Wohlgemuth, 28. November 2017, 17:07 Uhr

Hallo Frau Schneider,

vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar! Es freut mich sehr, dass Ihre Reise reich an Erlebnissen und spannenden Gesprächen gewesen ist und Sie sich so gerne daran erinnern! Ich bin gespannt, wo Ihre nächste Reise hingeht und freue mich, wenn wir Sie bei der nächsten Reiseplanung unterstützen dürfen.

Viele Grüße
Reisespezialistin Alena

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