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Die Backwaters in Indien – mit dem Hausboot durch die satten Wasserstraßen von Kerala

20 Juli 2018

Unser Kollege Marcus ist auf einem Hausboot entlang der Backwaters in Indien geschippert und berichtet in seinem Blogartikel von diesem traumhaften Erlebnis.

Kerala: der Südwesten von Indien erstreckt sich zwischen Cochin und Kollam im Süden!

Nachdem wir in Kochi, oder Cochin wie es früher hieß, am Bahnhof ankamen, wartete bereits ein Taxi für uns am Bahnhof. Unser Taxifahrer war ein sehr herzlicher und offener Mensch, mit dem wir nach Cochin Altstadt, Fort Kochi, fuhren. Fort Kochi am Abend war bunt, quirlig und touristisch gut erschlossen. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und am Ufer der Malabaküste, sahen wie die Silhouetten, der für Cochin typischen Fischerboote an uns vorbei fuhren und die Befestigungsarme der Fangnetze konnte man später sogar in der Dunkelheit erahnen, da sie wie riesige Tentakel einer Krake ins Wasser ragen.

Ausblick auf die Wasserstraße

Ausblick auf die Wasserstraße

Abends saßen wir in einem nahezu paradiesischen Garten-Restaurant unseres Hotels und wir wurden von bin-Baja, einer indischen Bogenharfe und einer Sitar, eine gezupfte Langhalslaute und köstlichem indischen Essen verzaubert! Am späten Abend sind wir in unserem Hotelzimmer friedlich eingeschlafen, nachdem wir eine Dusche unter freiem Himmel in unserem Zimmer genießen konnten. Fort Cochin hatte den Reiz eines kleinen verschlafenen Dorfes, in welchem die Zeit gleichzeitig still stand, dennoch die Touristen wie Statisten durch die Straßen wanderten!

Entspannung auf dem Hausboot

Am Morgen des nächsten Tages wurden wir von unserem bereits bekannten Taxifahrer nach Alappuzha zum Anleger der Hausboote gebracht. Auf dem Weg dorthin hielt unser Fahrer spontan am Straßenrand. An einer Ecke wurde Zuckerrohr Saft frisch gepresst, mit Ingwer und Limetten verfeinert und zu unserer Freude schmeckte dieser Saft köstlich und verlieh uns genug Energie für den Rest des Tages. Dieses Getränk ist bei Einheimischen sehr beliebt, später haben wir uns öfters diese kleine Köstlichkeit gegönnt.

Zuckerrohrsaftstand am Straßenrand

Zuckerrohrsaftstand am Straßenrand

Angekommen in Alappuzha setzten wir unsere Füße vorsichtig auf unser Hausboot und mit dem Betreten des Hausbootes begann nun die echte Entspannung. Wir haben zwei Tage auf dem Hausboot gebucht, wenn wir gewusst hätten wie schön und entspannend es war, hätten wir es bestimmt verlängert. Die Crew verwöhnte uns den ganzen Tag mit den Köstlichkeiten Indiens – Curries, Reis, Gemüse, Hühnchen – nachmittags gab es Kaffee und Kuchen. Dabei war die Crew bemüht uns nicht ständig zu stören, sodass wir den Aufenthalt in vollen Zügen genießen konnten. Sie kümmerten sich trotzdem liebevoll um uns und lasen unsere Wünsche von den Augen ab.

Das Hausboot von innen

Das Hausboot von innen

Hausboot von innen

Hausboot von innen

Besuch in einem kleinen Dorf

Die Crew ankerte das Boot zum Sightseeing eines alten Dorfes mit seiner Kirche, wir schlenderten durch die kleinen Gassen und kamen mit einem einheimischen Holzschnitzer in Kontakt, welcher uns ausführlich seine Arbeiten erklärte und uns auch mal Kleinigkeiten ausprobieren ließ. Anschließend gönnten wir uns noch eine wunderbare Ayurveda-Massage, welche die letzten Verspannungen löste und neue Lebensenergie zu Tage brachte. Wir hatten das geräumige Boot ganz für uns allein.

Nachdem wir abends geankert hatten, servierte uns die Crew das Abendessen, danach verließ die Crew das Schiff, wir verbrachten den Abend mit lesen und fielen müde ins Bett unserer Kajüte, das leichte Schaukeln des Bootes wiegte uns quasi in den Schlaf.

Ausblick auf ein Schiff

Ausblick auf ein Schiff

Ausblick auf ein Schiff auf der Wasserstraße

Ausblick auf ein Schiff auf der Wasserstraße

Sonnenaufgang auf dem Hausboot

Der Morgen startete mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und leckerem Kaffee und frischen Früchten. Wir hörten das Plätschern des Wassers, denn wir fuhren wieder, fast unmerklich hatte sich das Boot in Bewegung gesetzt, auch das Vogelgezwitscher folgte unserem Boot sanft und klangvoll. Ein Geruch von Kardamom lag, wie so oft in Indien, in der Luft. Die Hektik der Stadt fiel hier vollkommen von uns ab und tiefenentspannt konnten wir jetzt unsere Reise fortsetzen.

Wir hätten gerne noch einen Tag im Paradies verbracht und bereuten im Nachgang nur eine Übernachtung gebucht zu haben. Aber selbst diese eine Nacht hat sich gelohnt.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Indien-Reise geweckt wurde, schauen Sie sich gerne unsere Rundreisen an.


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