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Mein Auslandspraktikum in Kenia

18 Juli 2016

Unsere Schülerpraktikantin Jule war einen Monat in Kenia und hat dort Land und Leute kennen lernen dürfen. Von ihren Erfahrungen und Erlebnissen erzählt sie uns in ihrem Blogbeitrag.

 

Im Oktober 2015 war es soweit – nach einem Jahr Vorbereitung durfte ich zu meinem einmonatigen Auslandspraktikum antreten. Vor Ort traf ich auf die unterschiedlichsten Menschen und hatte wirklich eindrucksvolle Erlebnisse, die ich so schnell nicht vergessen werde. Meine absoluten Highlights dieser vier Wochen habe ich einmal zusammengefasst:

1. Fourteen Falls

Müsste ich einen Ort auf der Welt nennen, der mich auf Reisen am meisten fasziniert hätte, dann wäre es Fourteen Falls in Thika. Die wunderschöne Landschaft beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, wenn ich mir die Bilder der vielen Wasserfälle ansehe. Bei einem leckeren Picknick konnte ich den mutigen Klippenspringern zusehen und auch selber auf die Felsen zum Ursprung der Wasserfälle klettern. Leider sprang ich einmal knapp neben den angepeilten Stein und landete in einem der kleinen Bäche. Trotzdem war dieser Ausflug für mich eines der schönsten Erlebnisse auf meiner Reise durch Kenia.

Wasserfall

Kleine Pause am Wasserfall, als noch alle Schuhe trocken waren

 

Entspannen am Wasserfall

Ein wirklich schöner Ort für ein Picknick!

2. Kenias Tierwelt

Wie wahrscheinlich alle Afrikareisenden hat auch mich die Tierwelt Kenias voll und ganz in ihren Bann gezogen. Egal ob auf einer Safari durch den Nationalpark oder bei einem Spaziergang durch den Affenpark – ich fühlte mich hier den Tieren immer näher als je zuvor. Wir durften die Affen sogar füttern und ein besonders freches Exemplar kletterte mir sogar auf die Schulter. An die vielen neugierigen Tiere, die einen von allen Seiten anspringen, musste ich mich aber erst gewöhnen!

Tiere füttern im Park

Seinen Proviant muss man hier gut verteidigen!

3. Nairobi

Nairobi ist eine unglaublich große und vielfältige Stadt. Die Straßen, Gebäude und Märkte sind meiner Meinung nach immer wieder einen Besuch wert. Die vielen Hochhäuser erinnerten mich an andere bekannte Großstädte, aber hier schwebten hunderte Vögel durch die Luft, die ich noch nie zuvor gesehen hatte! Auf den vielen Märkten im Stadtzentrum konnte ich viele schöne Souvenirs für meine Lieben zu Hause und so manches Erinnerungsstück für mich ergattern.

4. Das „Dorf“

Im krassen Gegensatz zu Nairobi steht meine „Dorfzeit“. Gute zwei Wochen verbrachte ich zusammen mit einer Freundin bei einer Gastfamilie in Embu. Wie eine richtige Familie lebten wir zusammen, kochten und erledigten gemeinsam die Aufgaben im Haushalt. Wie viele Männer in Kenia ist auch unser Gastvater Farmer. Douglas baut unter anderem Macadamia-Bäume an und auch wir durften ein paar kleine Bäumchen pflanzen. Wir lernten während dieser zwei Wochen das kenianische Dorfleben kennen, was anfangs zwar schwer und ungewohnt war, jedoch viele verschiedene Abenteuer mit sich brachte. Besonders spannend fand ich die vielen Kirchen und Schulen in und um Embu. Das kenianische Schulsystem unterscheidet sich stark von unserem und so war es sehr interessant sich mit den Schülern über den Unterricht zu unterhalten. Wir hatten auch kleine Geschenke aus Deutschland für die Kinder dabei und haben ihnen ein paar einfache Sätze Deutsch beigebracht. Ich kann den Besuch eines Dorfes in einem so fremden Land wie Kenia jedem nur ans Herz legen!

stolz die Flagge zeigen

Erinnerungsfoto mit meiner Gastfamilie

5. Kenias Menschen

Wenn mich eines wirklich überrascht hat, dann die Menschen, die ich in Kenia kennen lernen durfte. Zwar hatte ich schon gehört, dass unsere Guides sehr nett und herzlich sein sollen, dennoch hat mich wirklich jeder hier super aufgenommen und behandelt. Es fühlte sich an, als würde ihre gute Laune direkt auf mich abfärben und so machten sie diese Reise zu etwas ganz Besonderem. Generell schien das gegenseitige Interesse immer zu witzigen Konversationen zu führen und Fragen wie „Ist eure Haut aus Gold ?“ oder „ Warum seid ihr alle so dick ?“ ließen mich schon das ein oder andere mal schmunzeln. Besonders Kinder schienen nach anfänglicher Schüchternheit schnell Vertrauen aufzubauen, sangen Lieder für uns und flochten ständig unsere Haare. Man sagt ja „Das Beste an Kenia sind die Kenianer“ – dem kann ich nur zustimmen!

Reisende und Schüler

Selfie mit meinen vielen neuen Freunden


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