Meine erste Trekking-Erfahrung am Annapurna: Schöne Aussichten in Nepal

von Mehr Mark Aserian Supervisor, Reisespezialist

18 März 2015

Ausgehend von der Hauptstadt Katmandu – gleichermaßen abschreckend wie faszinierend – ging es für unseren Reisespezialisten Mark durch das gleichnamige Kathmandu-Tal in mittelalterlich anmutende, newarische Städte. Über bunte Märkte, zu Hindu-Tempeln und Königspalästen. Da Nepal aber auch für Trekkingtouren bekannt ist, hat er sich mit seiner Freundin natürlich auch auf ein Trekking-Abenteuer im Annapurna Nationalpark begeben. Lesen Sie alles über das beliebte Annapurna Trekking!

 

Reisespezialist Mark beim Trekking in Nepal

Trekking-Guide Subash und Reisespezialist Mark


 

Annapurna Trekking ab Nayapul: „Zum Sonnenaufgang am Poon Hill“

Wandertouren und auch kleine Treks habe ich schon erlebt. Als erste große Trekking-Erfahrung haben wir uns für eine 5-tätige Wanderung im beliebten Annapurna Nationalpark entschieden. Der Baustein „Zum Sonnenaufgang am Poon Hill“ schien uns dafür genau der richtige zu sein.

 

Straße durch den Ort Nayapul in Nepal

Start des Annapurna Trekkings in Nayapul

In der Nähe von Pokhara startend, ist das Hauptziel der Rundwanderung der Poon Hill, von welchem aus wir die Pracht des Annapurna-Massivs bei Sonnenaufgang erleben wollen. Unser Privat-Guide Subash beschreibt das Annapurna Trekking übrigens als ‚short and sweet‘, sodass ich positiv gestimmt war, die Trekkingtour mit ausreichend Kondition und ohne Höhenkrankheit zu absolvieren.
 

Trekking-Route durch den Annapurna Nationalpark

Zunächst geht es ab Pokhara mit dem Van nach Nayapul. Hier trinken wir eine letzte Cola und bekommen die letzten Instruktionen von Subash. Dann schnallt sich unser Träger unser Gepäck auf und los geht es.

Anfangs reihen sich viele Gruppen aus Wanderern auf der Route ein. Sie führt zum Eingang des Annapurna Nationalparks und wird noch von Autos und kleinen LKWs befahren. Allmählich aber verteilen sich die Gruppen auf dem Pfad und man kann langsam die Stille und die umliegende Landschaft genießen. Die Gegend wird vorrangig landwirtschaftlich genutzt – dabei zeigt der Terrassenanbau an den steilen Hängen auf beeindruckende Weise, wie die Nepalesen aus wenig Fläche das Beste herausholen.

 

Terrassenanbau im Annapurna Gebiet in Nepal

Terrassenanbau im Annapurna-Gebiet

 

Aussicht beim Trekking auf das Annapurna Gebiet in Nepal

Terrassen machen die steilen Berghänge landwirtschaftlich nutzbar

 

Eine typische Unterkunft beim Trekking im Annapurna Nationalpark

Eine typische Unterkunft beim Trekking im Annapurna Gebiet


 

Übernachten beim Annapurna Trekking

Die Unterkünfte entlang der Route wirken alle wie charmante Jugendherbergen. Kleine einfache Zimmer, Gemeinschaftsduschen und -toiletten sowie große Speiseräume als Treffpunkt zeichnen alle Unterkünfte aus. Nach 5 Stunden Wanderung und einer erfrischenden Dusche sitzen wir abends zusammen und erhalten das tägliche Briefing für den folgenden Tag. 8 Stunden Gehzeit und viele, viele Stufen lassen mich doch ehrfürchtig den kommenden Tag erwarten.

 

Stufen auf dem Weg des Annapurna Trekkings

Die ein oder andere Stufe muss beim Aufstieg bezwungen werden

 

Picknick in den Bergen Nepals

Ein Picknick-Platz mit Aussicht


 

Abwechslungsreiche Landschaft und bestes Wetter beim Trekking genießen

Die abwechslungsreiche Landschaft, viele Pausen und bestes Wetter am nächsten Tag sorgen für ein tolles Trekking-Erlebnis. Das erste Mal blitzt auch zwischen den grünen Bergen der schneebedeckte Gipfel des Machapuchare auf – immerhin knapp 7000 Meter hoch. Ziel des heutigen Tages ist Ghorepani, ein Ort auf etwa 2900 Meter am Fuß des Poon Hill gelegen. Das Highlight unserer Herberge ist ein großer Ofen, der mittig im Speisesaal steht und für wohlige Wärme sorgt. Dies ist bei den Wanderern sehr willkommen, denn die Temperaturen sinken abends schnell auf ca. 5 Grad.

Am folgenden Tag heißt es früh aufstehen: Noch ca. 300 Höhenmeter müssen über Stufen bezwungen werden, bevor wir das Annapurna-Massiv von der Spitze des Poon Hill bewundern können.

 

Aussicht auf das Annapurna Himal in der Morgendämmerung

Die ersten Umrisse tauchen aus der Morgendämmerung auf

 

In absoluter Dunkelheit geht es also los; viele Dutzend, mit Stirnlampen ausgestattete, Wanderer stellen sicher, dass wir auf dem richtigen Pfad bleiben. Während es langsam dämmert, schälen sich die Umrisse der umliegenden Berge aus dem Dunkel und die Aufregung steigt. Auf dem Poon Hill angekommen bietet sich dann ein fantastischer Anblick. An diesem klaren Morgen breitet sich die Bergkette des Annapurna in einem grandiosen Panorama vor uns aus: Wir können beobachten, wie die Berge mit der aufsteigenden Sonne erst in kühles Blau und dann in warmes Orange und Rot getaucht werden. Nach einer heißen Schokolade und dem obligatorischen Erinnerungsbild geht es dann wieder hinab zur Herberge – das wohlverdiente Frühstück wartet.

 

Schöne Aussichten vom Poon Hill auf das Annapurna Massiv

Die Aussicht auf das Annapurna-Massiv vom Poon Hill in der Morgendämmerung – unvergesslich

 

Trekking-Aussicht im Annapurna Nationalpark

Wir sind nicht die Einzigen, die die Aussicht genießen

 

Waren die ersten beiden Tage durch stetigen Aufstieg über größtenteils offene Flächen geprägt, haben die folgenden drei Tage des Abstiegs ebenfalls ihren Reiz: Durch dichte Rhododendron-Wälder und auf Waldpfaden entlang werden wir oft von Gebirgsbächen begleitet. Wir steigen Schluchten hinab und erhaschen den ein oder anderen Blick auf die faszinierende Bergwelt des Himalayas … Ganz ohne Blasen und ohne Muskelkalter kommen wir wieder in Pokhara an – der Endstation unserer Annapurna Trekkingtour.

 

Rhododendron-Wälder beim Trekking-Abstieg in Nepal

Abstieg durch Rhododendron-Wälder


 

Mein Fazit zur Annapurna Trekkingtour

Als meine erste richtige Trekking-Erfahrung war das Annapurna Trekking ein tolles Erlebnis, denn es war „little bit up, little bit down“, also sehr abwechslungsreich. Die vielseitige Landschaft, die charmanten Dörfer entlang der Route, die komfortable Dauer der Tour und tolle Ausblicke haben mir einen guten Eindruck von der „Faszination Himalaya“ gegeben. Für das nächste Mal haben wir uns ein ehrgeizigeres Ziel gesetzt: Annapurna Basecamp.

 

Gebetsflaggen in Nepal

Gebetsflaggen sind vielerorts präsent

 

Fröhliches Kind in Nepal

Die Kinder in den Dörfern sind zu Späßen aufgelegt

 

Dhaulagiri Aussicht Annapurna Nepal

Blick auf den Dhaulagiri (8167 m) während der Dämmerung

 

Tal-Ausblick beim Trekking in Nepal

Am Tag herrschen ganz andere Farben vor

 

Das Sonnenlicht sorgt für faszinierende Farbenspiele im Gebirge

Das Sonne verhilft der Spitze des Berges zu goldenem Glanz

 

Eisberg am Hiunchuli in Nepal

Faszinierende Kontraste von Eis und Vegetation am Hiunchuli (6441 m)


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