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9 Gründe für eine Reise nach Nicaragua

von Mehr Marc Brouwers Reisespezialist

28 Januar 2016

1. Nicaragua ist noch ursprünglich

Im Schatten von Costa Rica hat es Nicaragua nicht leicht als Reisedestination. Doch unter Reisenden wird es inzwischen als echter Geheimtipp gehandelt. Das Land hat in den letzten Jahren sehr viel in den Tourismus investiert, und das merkt man auch! Super ausgebaute Straßen, Inlandsflüge, tolle kleine, authentische Hotels und viele Ausflugsmöglichkeiten: Das alles macht eine Reise nach Nicaragua zu einem angenehmen Erlebnis. Die Einheimischen sind gegenüber Touristen sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Immer wenn wir einmal nicht weiter wussten, war sofort jemand zur Stelle und hat seine Hilfe angeboten. Und anstatt in überfüllten Touristenbooten, sind wir  in öffentlichen Booten auf dem Nicaraguasee und über den Rio San Juan gefahren – so erlebt man die Kultur und das nicaraguanische Lebensgefühl hautnah.

Froehliche Nicaraguaner

Pure Lebenslust bei den Einheimischen in Nicaragua

 

2. Die Kolonialstädte in Nicaragua

Zu den bekanntesten Kolonialstädten Nicaraguas gehören León und Granada. Die koloniale Architektur und die einzigartige Kathedrale „Basílica de la Asunción“ in León, hat uns auf unserer Reise sehr beeindruckt. Auch waren wir von Granada, der drittgrößten Stadt Nicaraguas, begeistert. Hier sind wir mit einer Pferdekutsche durch die bunten Gassen gefahren und haben an fast jeder Ecke eine koloniale Kirche entdeckt. Ein besonderes Highlight auf jeden Fall auch der Ausblick über die Dächer der Altstadt von der Kirche „La Merced“.

Ausblick ueber Granada

Ein weiter Ausblick über den Dächern Granadas

 

3. Das Land von Kaffee & Schokolade

Nicaragua ist unter anderem auch bekannt für den Anbau besonders guter Kaffees und Kakao. Besonders in den nördlich gelegenen Provinzen Jinotega und Matagalpa gibt es hohe Berge von über 1200 Metern und mit optimalen klimatischen Bedingungen für diese Pflanzen. Viele Kleinbauern betreiben hier den Anbau von Kaffee- und Kakaopflanzen und exportieren in die Ernte in viele Länder der Welt. Ein deutscher Schokoladenhersteller fördert in Nicaragua den nachhaltigen Anbau von Kakao und lässt dort eines der größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete der Welt entstehen. Es ist eine tolle Erfahrung, den Bauern einmal bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und bei der Herstellung von Kaffee und Kakao dabei zu sein.

Kaffeebauer in Matagalpa

Ein Kleinbauer zeigt uns seine aromatischen Kaffeebohnen

 

4. Das Land der tausend Vulkane

Nicaragua wird an seiner Pazifikküste von einer Reihe aktiver Vulkane durchzogen, weshalb es auch den Beinamen „Land der tausend Vulkane“ trägt. Neben den bekannten Vulkanen Masaya und Momotombo haben wir auch den Cerro Negro in der Nähe von León besucht. Schon beim Aufstieg waren wir für den Abstieg gerüstet: Mit einem langen Holzbrett, welches an ein Snowboard erinnert, und einem Rucksack auf dem Rücken, machten wir uns auf den Weg zum Vulkankrater. Auf halber Strecke haben wir eine kurze Pause eingelegt und das phantastische Panorama genossen. Über Schutt und Stein gingen wir dann vorsichtig bis zur Kuppe und blickten über den Rand. Leichter Rauch war zu sehen und ein Schwefelgeruch zog sich durch unsere Nasen. Anschließend zogen wir uns einen Blaumann an, schnappten uns das Holzbrett und düsten auf der anderen Seite den Vulkans herunter. Ein Erlebnis, welches uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Leon - Cerro Negro

Auf Augenhöhe mit dem Vulkankrater des Cerro Negros

 

5. Ein kleines Stück Rio

Wollten Sie schon immer mal die berühmte Christus-Statue in Rio de Janeiro besuchen und haben es nie geschafft? Nun, eine tolle Alternative bietet das kleine Dorf San Juan del Sur an der Pazifikküste in Nicaragua. Denn hier steht die zweitgrößte Christus-Statue der Welt und überblickt die Bucht, in der man wunderbar am Strand entspannen und im Meer baden kann.  Es lohnt sich den Tag in einer der vielen Strandbars ausklingen zu lassen und dabei den Sonnenuntergang zu beobachten. Hier gilt tatsächlich das Motto „Strand, Sonne…San Juan del Sur“!

Jesus Statue San Juan del Sur

Die zweitgrößte Christus-Statue in San Juan del Sur

 

6. Der Nicaraguasee mit seinen Inseln

Im riesigen Nicaraguasee, dem drittgrößten in Lateinamerika, finden sich einige recht unterschiedliche Inseln, die auf jeden Fall bei einer Reise nach Nicaragua besucht werden sollten. Besonders beeindruckend ist die Insel Ometepe, auf der zwei große Vulkane in den Himmel aufragen.  Schon während der Anreise auf der Fähre konnten wir diesen majestätischen Anblick genießen. Die Insel erkundet man am besten mit dem Fahrrad. Von Ometepe aus mit dem Flugzeug und dem Boot erreichbar, aber noch weniger bekannt sind die Solentiname Inseln im südlichen Teil des Sees. Hier  stehen vor allem Entspannung, Kunst und Kultur auf dem Programm, denn die Bewohner sind berühmt für Ihre Malereien und Schnitzereien. Hier konnten wir tolle Souvenirs kaufen.

titicacasee insel

Der Nicaraguasee ist einer der größten Seen Lateinamerikas

 

7. Der unberührte Süden

Ein wenig vergessen als Reiseziel liegt im Süden des Landes der mächtige Fluss San Juan. Die Landschaft rund um den Fluss ist einmalig und ein absolutes Highlight unserer Reise durch Nicaragua. Am Ufer grasen Rinder auf riesigen Weideflächen, immer wieder tauchen Fincas und kleine Dörfer auf. Und kurz hinter der Stadt El Castillo, die man schon von weitem an Ihrer Festung erkennt, fängt plötzlich der unberührte Dschungel des Biosphärenreservats Indio Maíz an. Es lohnt sich, das Reservat zu erkunden. Wir haben außer Affen, Vögeln und vielen exotischen Pflanzen sogar frische Spuren vom Puma und Ozelot gesehen – und waren ein wenig froh, dass uns diese Raubkatzen nicht über den Weg gelaufen sind. Naturliebhaber kommen hier voll auf Ihre Kosten.

Pfotenabdruck-Indio-Maiz-Reservat

Großer Pfotenabdruck im Reservat des Indio Maiz

 

8. In Nicaragua gibt es einsame Strände

Zum Beispiel die der Insel „Big Corn Island“. Das Schnorchel- und Tauchparadies vor der Küste von Nicaragua bietet sich für einen tollen Ausklang einer Rundreise an. Mit einer kleinen Propellermaschine kann man von Managua über den Atlantik zu dieser kleinen Insel fliegen. Hier konnten wir zum Schluss noch einmal richtig entspannen und das kristallklare Wasser genießen. Ausgerüstet mit Schnorchel, Brille und Flossen fuhren wir mit dem Boot zu den besten Spots und konnten zwischen den versunkenen Schiffwracks die bunte Tierwelt beobachten. In Kombination mit den palmengesäumten Sandstränden ist die noch etwas unbekannte Insel ein echtes Paradies.

Big Corn Island

Einsame Strände auf den Big Corn Island

9. Die Laguna de Apoyo

Wenn Sie vor dem langen Rückflug in die Heimat noch ein wenig entspannen und auf dem Festland bleiben möchten, dann ist die Laguna de Apoyo ebenfalls ein toller Ort dafür. Zwischen Granada und Managua gelegen, bietet dieser riesige Süßwasser-Kratersee alle Annehmlichkeiten für einen entspannten Aufenthalt: Ein kleines Hotel direkt am Ufer des Sees, viele Hängematten, in denen man gemütlich ein Buch lesen kann, ein eigener kleiner Strandabschnitt, kühles Wasser für eine Erfrischung zwischendurch und die Möglichkeit, mit dem Kajak aktiv über den See zu paddeln. Entspannung pur!

Laguna-de-Apoyo

Toller Ausblick über den Kratersee der sogenannten „Laguna de Apoyo“


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2 Kommentare
Tim, 14. Juli 2018, 22:48 Uhr

Hallo!
Ich finde die Erfahrungen hier sehr hilfreich. Mein Vater ist aus Nicaragua, ich habe ihn jedoch nie kennen gelernt. Bin in Ost- Deutschland geboren, war die Zeit des Austausches. Wie dem auch sei, die Informationen hier sind sehr hilfreich, aber man kann ja schlecht mehrere Web- Seiten ausdrucken und dies mitnehmen?
Hast du vielleicht einen oder mehrer Reiseführer für Nicaragua, an den du dich orientiert hast, die du auch empfehlen könntest?

Vielen lieben Dank!

Marc Brouwers, 20. Juli 2018, 16:30 Uhr

Hallo!
Es freut mich zu hören, dass die Erfahrungen sehr hilfreich für Sie sind. Ich persönlich muss sagen, dass ich immer mit dem Reise Know-How oder dem Lonely Planet unterwegs bin. Ich finde dies ist bei Reiseführern immer Geschmacksache.

Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und vielleicht können wir Ihnen ja bald bei der Reiseplanung weiterhelfen.

Viele Grüße,
Reisespezialist Marc Brouwers

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