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4 Dinge, die Sie im unentdeckten Osten der Karibikinsel Kuba machen sollten

26 Juni 2018

Die Hauptstadt Havanna, Tabakfelder in Vinales und das koloniale Trinidad – bei einer ersten Reise auf die karibische Insel Kuba steuern die meisten Reisenden zuerst einmal West- und Zentralkuba an. Doch besonders der noch ursprüngliche Teil im Osten der Insel hat jede Menge zu bieten. Reisespezialistin Isabelle stellt Ihnen die vier Highlights ihrer Reise vor.

 

1. Das Abendessen in einer gemütlichen Casa Particular

Da ich landestypische Unterkünfte und die Begegnung mit den Einheimischen toll finde, haben wir häufig in Casas Particulares übernachtet. Dies sind kleine Unterkünfte, welche meist über zwei bis vier Zimmer verfügen. Diese sind mit dem Nötigsten, einem Bett, Klimaanlage und einem privaten Bad ausgestattet und meist recht einfach eingerichtet. Gerade im Osten Kubas ist oft eine Terrasse oder ein kleiner Garten dabei. Im Rest des Hauses wohnt häufig noch die ganze Familie, meist in verschiedenen Generationen. Wenn man möchte bekommt man so mit, wie der Alltag einer kubanischen Familie verläuft.

Der Wohnbereich in der Casa

Der Wohnbereich in der Casa

Der Balkon unserer Casa Particular

Der Balkon unserer Casa Particular

Ein ausgiebiges Frühstück ist bei den Casas, die erlebekuba bucht, immer inkludiert. Gerne bieten die Casa Besitzer zusätzlich vor Ort an, auch ein Abendessen zuzubereiten. Das kann ich jedem nur empfehlen, da es wirklich lecker und liebevoll zubereitet ist. Besonders im Osten von Kuba bringen die Kubaner noch Ihre eigene Note mit ins Essen.

Ein vielfältiges Frühstück

Ein vielfältiges Frühstück

Ein Abendessen in der Casa ist meist günstig und fällt sehr groß aus. Man gibt dem Casa Besitzer dann nur Bescheid, zu welcher Zeit und was man essen möchte. Hier kann man meist wählen zwischen Hähnchen, Schwein, Fisch oder Languste. Tipp: In Baracoa sollten Sie unbedingt das typische Gericht, das Fischfilet in Kokossoße probieren.

Das typische Gericht: Fischfilet mit Kokossoße

Das typische Gericht: Fischfilet mit Kokossoße

Zur Vorspeise bekommt man meist eine leckere Suppe und dazu ein paar Bananen- oder Malanga-Chips gereicht. Danach folgt ein kleiner Salat und eine riesige Schüssel mit gewürztem Reis. Dazu wird der zuvor ausgesuchte Fisch oder das Fleisch serviert. Abgerundet wird das tolle Abendessen dann mit einem Espresso und manchmal auch mit einem Nachtisch. Die Getränke dazu gibt es zu sehr erschwinglichen Preisen. Generell ist zu sagen, dass das Preisniveau im Osten niedriger ist, als im Westen Kubas. Für das Abendessen haben wir in den Casas im Osten um die 6-9 CUC pro Person gezahlt.

Besonders toll finde ich daran, dass sich die Kubaner wirklich viel Mühe geben und häufig exzellente Köche sind. Außerdem macht man Ihnen eine unglaubliche Freude, wenn man dort noch ein paar zusätzliche CUC’s lässt und so noch etwas mehr Zeit in der Casa und mit den Besitzern verbringt.

 

2. Die Comandancia von Fidel Castro anschauen

Im Osten Kubas steckt ebenfalls ein großer Teil der Geschichte Kubas, den man nicht verpassen sollte. Denn in der Sierra Maestra versteckte sich damals Fidel Castro mit den Rebellen.

Wir machten eine Wanderung zur Comandancia de la Plata, also dem Versteck von Fidel. Es war sehr interessant zu sehen, wo sich die Rebellen damals versteckten und auch zu hören, was sie alles beachten mussten. „Die Rebellen konnten nur nachts kochen, da man sonst den Rauch gesehen hätte und sie entdeckt worden wären“ erklärte uns unser Guide Eduardo. Man konnte gut erkennen, wie das Lager von Zeit zu Zeit umzog und immer weiter in den Wald hinein zog.

Der Weg in Fidel's Camp

Der Weg in Fidel’s Camp

Auch wenn ich erst vermutete, dass es mit den ganzen geschichtlichen Fakten etwas langweilig werden könnte, hat sich der Ausflug letztendlich als wirklich lohnenswert und bereichernd herausgestellt. Es gibt im Osten viele tolle Ecken und tolle Natur, die man auch hier entdecken konnte. Dadurch, dass man etwas erhöht durch die Sierra Maestra wandert, hat man stets einen tollen Blick in die Natur. Allerdings war für mich das Highlight dieses Ausfluges, so viel Interessantes über den geschichtlichen Hintergrund Kubas und dieser damals so spannenden Zeit zu erfahren.

Unterwegs in der Sierra Maestra

Unterwegs in der Sierra Maestra

3. In Baracoa die grüne Natur erkunden

Ein besonderer Ort im Osten ist Baracoa. Der Ort, der ganz an der Küste liegt und damals durch die Bergkette quasi vom Rest der Insel abgeschnitten war. Aufgrund dessen ist Baracoa noch einmal ganz anders und besonders grün. Es gibt viele Plantagen und der Ort ist unter anderem für den Kakao bekannt.

Baracoa selbst ist relativ klein, aber von dort aus kann man viele verschiedene Dinge unternehmen, die sehr leicht von den Casa Besitzern vor Ort organisiert werden können. Wir hatten uns dagegen entschieden zum Haupteingang des Humboldt Parks zu fahren, da es ein recht langer Weg ist. Wir starteten also unsere Tour knapp 10 km entfernt vom Ort Baracoa. Unser Guide sprach nur Spanisch, dafür war der Vorteil, dass wir diesen ganz für uns allein hatten. So war es kein Problem meiner Familie alles in Ruhe zu übersetzen.

Wir starteten an einer kleinen Finca und setzten uns in das Ruderboot. Neben unserem Guide war auch noch ein Kubaner dabei, der uns über den Fluss ruderte. Es war recht abenteuerlich, aber auch ein schönes Gefühl, in dieser entspannten Atmosphäre keine Motorengeräusche zu haben, sondern einfach über den Fluss zu paddeln.

Die Fahrt im Ruderboot

Die Fahrt im Ruderboot

Auf der anderen Seite setzten wir dann an und starteten eine kleine Wanderung. Unser Guide erzählte uns viel über Heilpflanzen und wir konnten Mandeln, Sternfrucht und Guave frisch vom Baum probieren.

Die Sternfrucht am Baum

Die Sternfrucht am Baum

Danach konnten wir vom Fluss aus noch die schöne Aussicht auf den El Yunque Berg genießen und wir erhielten ein leckeres Mittagessen in der Finca. Alles in allem hatten wir einen schönen Tag und konnten einen guten Einblick in die vielfältige Region des Ostens bekommen. Wir haben zwar nicht den hauptsächlichen Teil des Humboldt Nationalparks gesehen, dafür hatten wir die kleine Insel aber ganz für uns allein.

Ausblick auf den Berg El Yunque

4. Ein Cocktail auf der Dachterasse des Casa Grande Hotels trinken

Santiago, die Stadt der Musik. Hier gibt es viel zu erleben! Wie zum Beispiel das lebhafte Karnevalsmuseum und das kulturelle Barcadi Museum. Auch den berühmten Santa Ifigenia Friedhof sollte man nicht verpassen. Doch gerade dann ist es toll, wenn man am Nachmittag einfach etwas zur Ruhe kommt und die gesammelten Eindrücke Revue passieren lassen kann. Dafür ist die Dachterrasse auf dem Hotel Casa Grande ideal.

Die Terrasse des Casa Grande Hotels

Die Terrasse des Casa Grande Hotels

Das Hotel hat eine perfekte Lage im Herzen Santiagos, direkt neben dem Rathaus und der Kathedrale am Parque Cespedes. Egal ob Sie Gast im Hotel sind oder nicht, Sie können sich entweder unten in das Café setzen oder aber oben auf die Dachterrasse. Letzteres ist auf jeden Fall unser Favorit. Von dort oben hat man eine super Aussicht und kann bis an den Hafen schauen. Ich persönlich finde diesen Blick sogar noch schöner, als den vom Kirchturm der Kathedrale, da man so den schönsten Blick auf die Kathedrale selbst hat.

Aussicht von der Dachterrasse

Die Aussicht von der Dachterrasse

Die Preise sind dort oben sehr human und nicht anders als in anderen Cafes oder Restaurants. Für einen Kaffee zahlt man beispielsweise 1,50 CUC, für ein Wasser 1 CUC. Ein Bier kostet um die 2 CUC und ein Cocktail um die 3 CUC.

Manchmal hat man auch das Glück, dass dort abends eine Liveband spielt; so geht auch uns an diesem Abend. Wir lassen in toller Atmosphäre den kubanischen Flair auf uns wirken und haben die Chance zu den kubanischen Klängen zu tanzen. Toll ist es aber auch, einfach seinen Cocktail zu genießen und den anderen Leuten beim Tanzen zuzusehen.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Reise durch Kuba geweckt wurde, schauen Sie sich unsere Reisebausteine und Rundreisen an. 


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